Kläranlage Lindau wird auf das Membranbelebungsverfahren umgestellt

Kläranlage Lindau wird auf das Membranbelebungsverfahren umgestellt
Pius Hummler (Werkleiter der GTL), Dr. Heike Burghard (Abteilungsleiterin der GTL und zuständig für die Kläranlage) sowie Falk Göbel (Geschäftsführer der WKS Technik GmbH) freuen sich nach der Vertragsunterzeichnung. (Bild: Stadt Lindau)

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Die Garten- und Tiefbaubetriebe Lindau (GTL), in deren Zuständigkeitsbereich die Kläranlage Lindau liegt, haben im April mit der Firma WKS Technik einen Vertrag für die Umstellung der Kläranlage auf das Membranbelebungsverfahren unterzeichnet.

Die Firma aus Dresden hat den Zuschlag nach einer EU-weiten Ausschreibung, bei der drei Firmen ein Angebot abgegeben haben, erhalten. Im Zuge der Maßnahme sind umfangreiche bau-, maschinen- und elektrotechnische Umbauarbeiten im Bereich des jetzigen Belebungsbeckens 1, des Rücklaufschlammpumpwerkes sowie der Zwischenklärbecken notwendig. Zudem entsteht ein neues Technikgebäude für die anlagentechnische Peripherie der Membran.

Ebenfalls in diesen Umbauschritt wird die sogenannte 4. Reinigungsstufe zur Beseitigung von Spurenstoffen errichtet. Diese Maßnahme ist zwingend erforderlich, damit die Betriebsgenehmigung der Kläranlage Lindau erhalten bleibt. Sie erfüllt so die gesetzlichen Anforderungen an den Gewässerschutz und – in der Bodenseeregion besonders wichtig- an den Schutz der Trinkwasserressourcen. Die Investitionssumme beträgt rund 16,7 Millionen Euro brutto, wobei der Freistaat Bayern sich mit etwa zwei Millionen Euro beteiligt. Die Bauzeit beträgt knapp zwei Jahre.

(Pressemitteilung: Stadt Lindau)