Die Achtalschule Baienfurt und die Gemeinde Baienfurt schließen eine langfristige Bildungspartnerschaft. Schülerinnen und Schüler erhalten dadurch praxisnahe Einblicke in kommunale Berufe und demokratische Prozesse.
Die Achtalschule Baienfurt und die Gemeinde Baienfurt arbeiten künftig im Rahmen einer langfristig angelegten Bildungspartnerschaft zusammen. Ziel der Kooperation ist es, Schülerinnen und Schüler frühzeitig bei der beruflichen Orientierung zu unterstützen und ihnen praxisnahe Einblicke in die vielfältigen Aufgaben und Berufsfelder einer Gemeinde zu ermöglichen.
„Durch die Bildungspartnerschaft erhalten unsere Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Unterrichtsinhalte unmittelbar mit der Praxis zu verbinden. Sie lernen berufliche Perspektiven vor Ort kennen und erfahren, welche vielfältigen Aufgaben eine Gemeinde übernimmt“, erklärt Andreas Lehle, Schulleiter der Achtalschule Baienfurt.
Praxisnahe Einblicke in kommunale Berufe
Die Zusammenarbeit verbindet schulisches Lernen mit konkreten Erfahrungen aus der kommunalen Arbeitswelt. Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene Ausbildungsberufe und Tätigkeitsbereiche der Gemeinde kennen. Darüber hinaus erhalten sie Einblicke in kommunale Strukturen, demokratische Prozesse sowie die Bedeutung einer Gemeinde für das gesellschaftliche Zusammenleben.
Ein zentraler Bestandteil der Bildungspartnerschaft ist die Beteiligung der Gemeinde an der schuleigenen Berufsmesse. Dort werden kommunale Ausbildungsberufe und Tätigkeitsfelder vorgestellt. Zudem haben die Jugendlichen die Möglichkeit, mit Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen.
Ergänzend stellt die Gemeinde Praktikumsplätze zur Verfügung, unter anderem in der Verwaltung oder in pädagogischen Einrichtungen. So können Schülerinnen und Schüler Arbeitsabläufe kennenlernen und eigene berufliche Interessen erproben.
Auch technische und handwerkliche Tätigkeiten im öffentlichen Dienst werden in die Zusammenarbeit einbezogen. Bei einer Besichtigung des Gemeindebauhofs erhalten die Jugendlichen Einblicke in Arbeitsbereiche, Maschinen und Aufgaben. Außerdem informiert die Gemeinde über die Möglichkeiten eines Freiwilligen Sozialen Jahres und unterstützt interessierte Schülerinnen und Schüler bei der Orientierung und Vermittlung.
Kommunalpolitik wird Teil des Unterrichts
Ein weiterer Schwerpunkt der Bildungspartnerschaft liegt in der Unterstützung des Gemeinschaftskundeunterrichts. Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde bringen kommunalpolitische Themen, Verwaltungsstrukturen und demokratische Entscheidungsprozesse anhand konkreter Praxisbeispiele in den Unterricht ein.
Im gemeinsamen Projekt „Schule macht Gemeinde“ setzen sich Schülerinnen und Schüler durch Recherchen, Interviews und Präsentationen intensiv mit der Arbeit und Bedeutung ihrer Heimatgemeinde auseinander.
„Die Gemeinde Baienfurt bietet jungen Menschen zahlreiche berufliche Möglichkeiten. Gleichzeitig möchten wir ihnen zeigen, wie kommunale Entscheidungen entstehen und wie sie selbst das Leben vor Ort mitgestalten können“, betont Bürgermeister Günter A. Binder.
Zusammenarbeit ist langfristig angelegt
Die vereinbarten Maßnahmen werden fest in den Schulalltag und die Berufsorientierung der Achtalschule integriert. Schule und Gemeinde stimmen sich mindestens einmal jährlich über die Durchführung und Weiterentwicklung der Zusammenarbeit ab. Die Bildungspartnerschaft ist dauerhaft angelegt und kann künftig um weitere Projekte und Angebote ergänzt werden.
Mit der Kooperation übernehmen die Achtalschule Baienfurt und die Gemeinde Baienfurt gemeinsam Verantwortung für die berufliche Zukunft junger Menschen. Die Partnerschaft stärkt die Berufsorientierung, schafft persönliche Begegnungen und zeigt den Schülerinnen und Schülern konkrete Bildungs- und Berufsperspektiven direkt in ihrer Heimatgemeinde auf.
(Quelle: IHK Bodensee-Oberschwaben)