Nach rund fünf Jahren Planung sind die acht Premiumwanderwege „Gletscherspuren“ offiziell eröffnet worden. Sie führen durch fünf Kommunen und machen die Eiszeitlandschaft erlebbar.
Mit den „Gletscherspuren“ ist ein neues Wanderangebot entstanden, das die unterschiedlichen, von den Eiszeiten geprägten Landschaftsformen Oberschwabens erschließt. Das vom Landkreis Ravensburg initiierte Kooperationsprojekt verbindet die Kommunen Aulendorf, Bad Waldsee, Horgenzell, Illmensee und Mengen. Begleitet wurde es von den beiden LEADER-Regionen Mittleres Oberschwaben und Oberschwaben.
Eröffnung der Gletscherspuren in Bad Waldsee
Bei der offiziellen Eröffnung im Tannenbühl in Bad Waldsee dankte Landrat Harald Sievers allen beteiligten Kommunen für den Mut, gemeinsam neue Wege zu gehen. „Premiumwanderwege haben unserem Landkreis bisher gefehlt. Deshalb war es mir ein besonderes Anliegen, dieses Projekt auf den Weg zu bringen“, so Sievers.
Sein besonderer Dank galt dem Projektteam des Landratsamts und insbesondere Projektleiterin Rowena Giesin, die das Vorhaben über fünf Jahre begleitet hat. Auch die Unterstützung durch LEADER mit einer Förderung von 60 Prozent hob der Landrat hervor.
Anschließend stellten die Vertreter der beteiligten Kommunen ihre neu entstandenen Wege vor. Jochen Becker vom Deutschen Wanderinstitut e. V. überreichte die offiziellen Zertifikate.
Eiszeitweg ist mit 11,9 Kilometern der längste Wanderweg
Im Anschluss an die Eröffnung wanderten die Gäste gemeinsam einen Teil des Eiszeitwegs in Bad Waldsee. Mit einer Länge von 11,9 Kilometern ist er der längste der insgesamt acht Premiumwander- und Premiumspazierwanderwege.
Die „Gletscherspuren“ machen die Entstehung und Besonderheiten der eiszeitlich geprägten Landschaft anschaulich erlebbar. Sie bieten sowohl Einheimischen als auch Gästen neue Möglichkeiten, die Region auf unterschiedlichen Wegen zu entdecken.
LEADER-Förderung unterstützt das Kooperationsprojekt
Beim anschließenden Austausch im Hopfenweilerstüble übergab Ministerialdirektorin Isabel Kling die LEADER-Förderplakette an Landrat Sievers, stellvertretend für alle beteiligten Kommunen.
Dabei betonte sie die Bedeutung des LEADER-Ansatzes: „LEADER lebt vom Bottom-up-Ansatz. Die Projekte kommen aus der Region und von den Akteuren vor Ort.“
Die „Gletscherspuren“ seien ein gelungenes Beispiel dafür, wie gemeinsam die eigene Heimat gestaltet und für die Zukunft gestärkt werden könne.
Weitere Informationen zu den acht Premiumwanderwegen „Gletscherspuren“ gibt es auf der Webseite der Oberschwaben Tourismus GmbH .
(Quelle: Regionalentwicklung Mittleres Oberschwaben e. V.)