Geballtes Wissen: Jugendrotkreuz-Landesentscheid in Aulendorf

Rund 400 Jugendrotkreuzler stellten sich dem Landeswettbewerb in Aulendorf.
Rund 400 Jugendrotkreuzler stellten sich dem Landeswettbewerb in Aulendorf. (Bild: Lukas Holzapfel/Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Ravensburg e.V. )

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Rund 400 Jugendliche gaben am letzten Samstag im Juli auf dem Gelände des Aulendorfer Schlossparks ihr Wissen zum Besten. Ausgetragen wurde der Jugendrotkreuz-Landeswettbewerb. 38 Gruppen nahmen teil. Organisiert und durchgeführt wurde das Ganze vom DRK-Kreisverband Ravensburg unter der Federführung des Jugendrotkreuzes.

Zwei Jungs liegen am Boden, daneben ein umgefallener Roller. Ihre Hände sind zum Teil blutverschmiert. Der eine hält seinen Ellbogen. Beide jammern gottserbärmlich. „Es tut so weh.“ Seinem „Aua“ lässt einer der beiden gleich die Schimpftirade auf den anderen folgen. Die Verletzungen sehen schlimm aus. Doch keine Bange: Es handelt sich um eine nachgestellte Situation einer möglichen Unfallsituation, wie sie in Schule oder Fußgängerzone passieren kann. Die echt wirkenden Verletzungen wurden zuvor von zweien aus dem jeweiligen Team geschminkt.

Super vorbereitet für Unfallsituationen

Beim Jugendrotkreuz-Landeswettbewerb zeigten die qualifizierten Teams aus ganz Baden-Württemberg, was sie draufhaben. Und das ist ziemlich umfangreich. Drei von insgesamt rund 50 Schiedsrichtern gaben am Ende eine Kritik, die sehr positiv ausfiel. Vom Mimen der beiden Verletzten über den superschnellen Notruf und der Ansprache und Ablenkung bis hin zu Erstversorgung. Einzig der Wärmeschutz hätte etwas früher kommen können, so eine Schiedsrichterin.

Ausgestattet mit Bollerwagen

38 Gruppen aus der Stufe 2 im Alter von 13 bis 16 Jahre und Stufe 3 von 17 bis 27 Jahre nahmen am DRK-Landeswettbewerb teil. Acht Stationen hatten die rund 400 Jugendrotkreuzler zu durchlaufen. Ausgestattet mit dem eigenen Bollerwagen, auf dem Erste-Hilfe-Material, Schminkzeug, Getränke und das eigene Maskottchen verstaut waren, zogen die Gruppen im Laufe des Tages von Station zu Station. Fünf Themenbereiche waren zu meistern: Neben Erste-Hilfe-Wissen und der Notfalldarstellung, gehörten die Themen Rotkreuz-Wissen, Soziales Engagement, Sport und Spiel sowie Kreativ dazu.

Kreative „Strippenzieher“

„Wir sind nicht nur eine Nachwuchsorganisation, sondern auch eine Jugendorganisation,“ meint Christoph Renz, der JRK-Landesreferent. Das JRK engagiert sich für Gerechtigkeit, Gesundheit und Umwelt, Frieden und Völkerverständigung.

Verlierer gab es am Samstag keine, dafür aber zweimal drei Gewinner in jeder Stufe. Manche Mannschaften seien sehr ernst bei der Sache, bei anderen galt eher „dabei sein ist alles“, erläuterte Renz. Beim Wettbewerb haben – unabhängig von der Einstellung – alle gut abgeschnitten. Sie Sieger erhielten einen Pokal, alle Teams erhielten ein Spiel, dass sich gut für ihre Gruppentreffen eignet.

(Quelle: Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Ravensburg e.V.)