Segler in Not Zwei unterkühlte Segler nach Kenterung vor Lindau aus Bodensee gerettet

Zwei unterkühlte Segler nach Kenterung vor Lindau aus Bodensee gerettet
Die Wasserwacht Lindau schleppte den gekenterten Katamaran nach dem Rettungseinsatz sicher in den Hafen Zech. (Bild: Wasserwacht)
WOCHENBLATT
WOCHENBLATT

Zwei Segler werden nach der Kenterung ihres Katamarans vor Lindau aus dem Bodensee gerettet. Nach rund eineinhalb Stunden im Wasser und bei Wind werden sie unterkühlt an den Rettungsdienst übergeben.

Ein gekenterter Katamaran hat am Sonntagmittag einen Einsatz der Wasserwacht Lindau ausgelöst. Gegen 12.30 Uhr wurde die Wasserwacht von der Integrierten Leitstelle in den Bereich des Hafens Zech alarmiert.

Der mit zwei Personen besetzte Katamaran war zuvor in der Bregenzer Bucht gekentert und lag auf der Seite. Ein vorbeifahrendes Motorboot nahm die beiden Segler zunächst auf, nachdem diese bereits längere Zeit den Witterungsbedingungen auf dem Bodensee ausgesetzt gewesen waren. Da der Wind den Katamaran jedoch weiter in Richtung Ufer trieb und das Motorboot aufgrund des flach werdenden Wassers nicht mehr sicher manövrieren konnte, kehrten die beiden Segler auf ihren Katamaran zurück und versuchten, diesen selbst wieder aufzurichten.

Wasserwacht wechselt Rettungsboot

Die Wasserschutzpolizei erkannte die Situation und ließ über die Integrierte Leitstelle die Wasserwacht Lindau zur Unterstützung alarmieren.

Zunächst rückten fünf ehrenamtliche Einsatzkräfte mit dem Motorrettungsboot „Seewolf“ aus. Während der Anfahrt gingen jedoch weitere Informationen ein, wonach sich die Einsatzstelle in einem sehr flachen Uferbereich befand. Deshalb wechselte die Besatzung auf das Motorrettungsboot „Barracuda“, das aufgrund seines geringeren Tiefgangs die Einsatzstelle sicher erreichen konnte.

Vor Ort zeigte sich, dass die beiden Segler bereits deutlich unterkühlt und körperlich erschöpft waren. Insgesamt waren sie rund eineinhalb Stunden Wind, Nässe und den vergleichsweise kühlen Wassertemperaturen des Bodensees ausgesetzt. Die Wasserwacht schleppte den Katamaran anschließend sicher in den Hafen Zech. Dort wurden die beiden Segler an den Rettungsdienst zur weiteren medizinischen Versorgung übergeben.

Wasserwacht warnt vor den Bedingungen auf dem Bodensee

„Gerade auf dem Bodensee können Wind und Wassertemperatur auch im Sommer schnell zu einer gefährlichen Situation führen. Wer kentert oder längere Zeit durchnässt Wind und Wetter ausgesetzt ist, sollte frühzeitig Hilfe anfordern und sich nicht auf die eigene Kondition verlassen.“

Marco Liessem, diensthabender Einsatzleiter der Wasserwacht Lindau

Auch Pressesprecher Nils Neumann sieht in dem Einsatz einen wichtigen Hinweis für alle Wassersportler:

„Dieser Einsatz zeigt, wie schnell sich auf dem Bodensee aus einer zunächst beherrschbaren Situation eine medizinische Notlage entwickeln kann. Dank der guten Zusammenarbeit von Wasserschutzpolizei, Wasserwacht und Rettungsdienst konnten die beiden Segler sicher an Land gebracht und medizinisch versorgt werden.“

Nils Neumann, Pressesprecher der Kreiswasserwacht Lindau

Der Einsatz der Wasserwacht Lindau konnte nach rund zweieinhalb Stunden erfolgreich beendet werden.

Die Wasserwacht Lindau weist darauf hin, dass der Bodensee auch im Sommer nicht unterschätzt werden darf. Wind, Wellen und die vergleichsweise kühlen Wassertemperaturen können bereits nach kurzer Zeit zu einer gefährlichen Unterkühlung und körperlichen Erschöpfung führen. Wer in eine Notlage gerät oder eine solche beobachtet, sollte frühzeitig Hilfe über den Notruf 112 anfordern.

(Quelle: Bayerisches Rotes Kreuz K.d.ö.R.Kreiswasserwacht Lindau)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.