Bundespolizei verweigert die Einreise Eine Fahrzeugbesatzung beschäftigt drei Sicherheitsbehörden

Eine Fahrzeugbesatzung beschäftigt drei Sicherheitsbehörden
Lindauer Bundespolizisten stoppten am Nachmittag an der Anschlussstelle Leutkirch Süd ein Fahrzeug mit deutscher Zulassung, welches mit zwei serbischen Insassen besetzt war. (Bild: Bundespolizei)

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Am Montag (1. Juli) hat die Bundespolizei auf der BAB 96 zwei Serben gestoppt, die ohne gültige Reisedokumente in einem Auto ohne Versicherungsschutz unterwegs nach Deutschland waren. Bei dem Fahrzeuglenker stellten die Beamten zudem eine verbotene Substanz sicher.

Lindauer Bundespolizisten stoppten am Nachmittag an der Anschlussstelle Leutkirch Süd ein Fahrzeug mit deutscher Zulassung, welches mit zwei serbischen Insassen besetzt war. Bei der Kontrolle des 50-jährigen Fahrers und seiner 25-jährigen Partnerin, die über den Grenzübergang Hörbranz eingereist waren, stellten die Beamten fest, dass die ungarischen Aufenthaltstitel der beiden bereits abgelaufen waren.

Weiterhin fanden die Polizisten bei der Überprüfung des Kennzeichens heraus, dass dieses im Fahndungssystem aufgrund einer fehlenden Haftpflichtversicherung zur Entstempelung ausgeschrieben war. Zugelassen war das Fahrzeug auf eine im Zollernalbkreis wohnhafte angebliche Bekannte des Fahrers.

Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Bundespolizisten im Rucksack des Mannes außerdem zwei Ampullen Testosteron.

Die Beamten zeigten die Serbin und den Serben wegen versuchter unerlaubter Einreise an. Der Fahrer muss sich zudem wegen Beihilfe verantworten. Außerdem erhielt der 50-Jährige Anzeigen aufgrund der Verstöße gegen das Pflichtversicherungs- sowie Anti-Doping-Gesetz.

Die Bundespolizisten übergaben die Bearbeitung des Verkehrsdeliktes an die zuständige Verkehrspolizei Kißlegg. Der Beschuldigte musste bei den Polizisten eine Sicherheitsleistung in Höhe von 700 Euro hinterlegen. Die Beamten ermitteln nun auch die Halterin des unversicherten Autos. 

Außerdem übergaben die Bundespolizisten die sichergestellten Testosteron-Ampullen sowie die diesbezügliche Anzeigenbearbeitung an den zuständigen Zoll Friedrichshafen.

Die Bundespolzisten wiesen die Serben am späten Abend nach Österreich zurück.

(Pressemitteilung: Bundespolizeiinspektion Kempten)