Der Verkehr kann fließen: Neue Grenzbrücke zwischen Lindau und Hörbranz eröffnet

Die neue Grenzbrücke zwischen Lindau und Hörbranz ist eröffnet. Die Löwenskulptur neben der Brücke ist ebenfalls neu und soll die Gäste in Lindau begrüßen.
Die neue Grenzbrücke zwischen Lindau und Hörbranz ist eröffnet. Die Löwenskulptur neben der Brücke ist ebenfalls neu und soll die Gäste in Lindau begrüßen. (Bild: Land Vorarlberg/B. Hofmeister)

Bereits seit einigen Tagen ist die über fünf Millionen teure, neue Grenzbrücke über die Leiblach zwischen den Gemeinden Hörbranz und der Stadt Lindau befahrbar. Am Mittwoch ist sie feierlich eröffnet worden. Straßenbaureferent Marco Tittler sprach bei der Eröffnung von einer wichtigen Investition für die Region.

Die neue Grenzbrücke ersetzt die in die Jahre gekommene Vorgängerbrücke und ist gleich hoch wie die alte Brücke. Beidseitig der Fahrbahn befinden sich 2,5 Meter breite Gehwege. „Der Neubau direkt neben der alten Brücke wurde genutzt, um die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen“, führte Tittler aus. Als besonders erfreulich hob er den Umstand hervor, dass während der Bauphase keine gröberen Verkehrsbehinderungen zu verzeichnen waren und ein Grenzübertritt immer möglich war.

Tittler betonte die Wichtigkeit der Investition für die Region: Eine grenzüberschreitende Verkehrsverbindung sei nun wieder möglich. Durch die Errichtung von Fuß- und Radwegen sei der Verbindungsweg außerdem aufgewertet und verbessert worden.

5,45 Millionen Euro für die neue Brücke

„Die Sicherheit und Flüssigkeit des Verkehrs für alle VerkehrsteilnehmerInnen sind wesentliche Ziele der Verkehrspolitik. Es ist sehr erfreulich, dass diese Ziele auch grenzüberschreitend gemeinsam umgesetzt werden“, betonte Tittler abschließend. Die Gesamtkosten des Brückenprojekts samt Bau- und Planungskosten belaufen sich auf rund 5,45 Millionen Euro.

Straßenbaureferent Marco Tittler betonte die Wichtigkeit von grenzüberschreitender Verkehrssicherheit.
Straßenbaureferent Marco Tittler betonte die Wichtigkeit von grenzüberschreitender Verkehrssicherheit. (Bild: Land Vorarlberg/B. Hofmeister)

Bayern musste wegen alten Vertrage sämtliche Kosten tragen

Der Neubau der Brücke wurde auf Kosten des Freistaats Bayern durchgeführt. Grundlage dafür ist ein alter Vertrag aus dem Jahr 1844, der eine Aufteilung der Zuständigkeiten für die verschiedenen Leiblachbrücken vorsieht.

So wurden sämtliche Kosten für den Bau der Leiblachbrücke Unterhochsteg im Zuge der B31/L190 im Jahr 1950 vom Freistaat Bayern übernommen. Sämtliche Kosten für den Bau der Leiblachbrücke Oberhochsteg im Zuge der L1/L18 im Jahr 1982 wurden vom Land Vorarlberg übernommen. Es liegt somit eine ausgeglichene Kostenaufteilung der Aufwendungen für die Grenzbrücken vor, teilt das Land mit.

Enthüllung von Löwenstatue

Am Freitag wurde zudem die kleine Löwenskulptur aus Stein enthüllt, die jetzt den Grenzübergang von Lindau nach Vorarlberg ziert. Sie ist eine verkleinerte Nachbildung von Lindaus Wahrzeichen am Hafen und wurde von Frank Bergmann und Uta Bastian gefertigt. 

„Der Löwe sitzt mit Blick nach Vorarlberg und soll die Gäste begrüßen“, erklärte der Lindauer Landrat Elmar Stegmann bei der Eröffnung.

(Quelle: Landespressestelle Vorarlberg, orf.at)