Junge Talente bauen Digitalprodukte – KI als Werkzeug für Ideen – Teamgeist trifft Technologiekompetenz
Mit kreativem Elan, starkem Teamgeist und spürbarer Innovationsfreude hat die Schule Schloss Salem am Freitagabend das Finale ihres ersten Schüler-Hackathons „Lovable × Salem“ gefeiert. Rund 40 Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe hatten in den zwei Wochen zuvor digitale Produkte entwickelt – von funktionsfähigen Webseiten über nützliche Apps bis hin zu Tools für Schule, Sport und Alltag.
Mit der KI-Plattform Lovable, die die Entwicklung von Webseiten und Apps auch ohne Programmierkenntnisse ermöglicht, erhielten die Jugendlichen erstmals Gelegenheit, Ideen direkt in real nutzbare digitale Prototypen umzusetzen. Als erste Schule in Deutschland hat die Schule Schloss Salem eine Pilotpartnerschaft mit Lovable aufgebaut und konnte so das Programm gemeinsam mit einem führenden KI-Anbieter realisieren.
Jury kürt Mittel- und Oberstufensieger
Nach einer intensiven Vorrunde präsentierten die acht besten Teams ihre Projekte auf der Bühne. Die Jury, bestehend aus Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Recht und Technologie, bewertete Innovationskraft, Umsetzbarkeit und die Präsentationsleistung der Teams.
In der Mittelstufe überzeugten zwei Schülerinnen mit einem Projekt, das alle Schulsportaktivitäten – von Teams über Ergebnisse bis zu Tabellenständen – zentral bündelt. Die Jury lobte den ausgeprägten Alltagsbezug und die hervorragende Präsentation.
In der Oberstufe überzeugte das Team S-Move – eine Buchungssystem für den Internatseigenen Fuhrpark. Die Jury hob hervor, dass das Projekt ein konkretes Problem adressiert und bereits jetzt in den Alltag des Internats eingeführt ist – ein zentrales Kriterium für nachhaltige Innovation.

„Ein außergewöhnliches Ergebnis – in nur zwei Wochen“
Projektleiter und Salem-Altschüler Patrik Birkle, der den Hackathon gemeinsam mit Lovable initiiert hat, zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Schülerinnen und Schüler: „Ich bin wirklich beeindruckt, was ihr in dieser kurzen Zeit geschaffen habt. Viele von euch haben zum ersten Mal digitale Produkte gebaut – und das in einer Qualität, die man vorzeigen kann. Ich hoffe, ihr habt viel gelernt und vor allem Spaß daran gefunden, mit Hilfe von KI etwas Eigenes entstehen zu lassen.“ Birkle betonte, dass das Event nur durch das Zusammenspiel von Schülerinnen und Schülern, engagierten Altschülerinnen und Altschülern sowie Kolleginnen und Kollegen aus Geschäftsleitung, Verwaltung und Lehrerschaft möglich wurde.
Mit Digitaler Bildung fit für die Zukunft
Mit dem Hackathon verknüpft die Schule Schloss Salem ihren ganzheitlichen Bildungsansatz mit moderner, praxisorientierter digitaler Bildung. Ziel ist es, Jugendlichen Kompetenzen zu vermitteln, die Kreativität, Teamfähigkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit Technologie verbinden. Die Plattform Lovable bietet dafür ideale Voraussetzungen: Sie ermöglicht es jungen Menschen, Ideen unmittelbar in funktionierende Anwendungen umzusetzen – und zeigt, wie kollaborative digitale Produktentwicklung in der Praxis funktioniert.
Der erfolgreiche Auftakt ermutigt die Schule, das Format weiter auszubauen. Schon jetzt ist geplant, den Hackathon dauerhaft im Schuljahr zu verankern und künftig mit weiteren Partnern zu kooperieren. Mit einem großen Applaus endete die erste Pitch-Competition – und eröffnete zugleich neue Perspektiven für die digitale Kreativität und Kompetenz der jungen Schülerinnen und Schüler.
Interview mit Patrik Birkle über das KI-Projekt ‚Lovable x Salem‘
Patrik Birkle, Salem-Alumnus und Organisator des ersten Lovable-Hackathons an der Schule Schloss Salem, erklärt im Gespräch, warum er das Projekt initiiert hat.
Q: Wie kam es zu der Idee, dieses Projekt an die Schule Schloss Salem zu bringen?
Patrik Birkle: Anfang des Jahres habe ich begonnen, KI-Tools zum Entwickeln von Websites zu nutzen. Irgendwann dachte ich: Das wäre doch etwas für Salem. Die Schule liegt mir immer noch sehr am Herzen – auch wenn mein Abitur inzwischen zehn Jahre zurückliegt. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich etwas zurückgeben kann. Salem hat mir enorm viel mitgegeben, es ist ein ganz besonderer Ort. Also habe ich Lovable angesprochen. Die Reaktion war großartig: ‚Wir sind dabei, Ihr bekommt 100 Lizenzen.‘ Damit war klar – wir wagen den ersten Hackathon.
Q: Arbeitet Lovable häufiger mit verschiedenen Schulen oder Institutionen zusammen?
Patrik Birkle: Soweit ich weiß, waren wir deutschlandweit die ersten, die eine solche Partnerschaft mit Lovable eingegangen sind und dieses Format gemeinsam umsetzen konnten. Das macht uns schon ein bisschen stolz.
Q: Was nehmen die Schülerinnen und Schüler aus dem Hackathon mit? Man konnte hören, dass einige bereits erste Geschäftsideen entwickelt haben.
Patrik Birkle: Ja, tatsächlich. Ich hoffe vor allem, dass sie verstanden haben, wie vielfältig KI eingesetzt werden kann – weit über das Schreiben von Hausaufgaben hinaus. Man kann damit wirklich tolle Produkte entwickeln. Außerdem sollten sie ein Grundgefühl dafür bekommen, wie Websites aufgebaut sind und wie man Botschaften auf digitale Weise klug vermittelt. Und am wichtigsten: wie man gemeinsam im Team an einem digitalen Produkt arbeitet. Teamarbeit ist anspruchsvoller als allein vor sich hin zu tüfteln – aber sie eröffnet viel größere Möglichkeiten. Das sind die drei zentralen Lernfelder: souveräner Umgang mit KI, Basics der Webentwicklung und kollaboratives Arbeiten in digitalen Projekten.
Q: Weil das eben die Zukunft ist?
Patrik Birkle: Ja, absolut. Zu hundert Prozent.
(Quelle: Schule Schloss Salem)