Auszeichnung für Lebenswerk Hilde-Broër-Preis in Kressbronn an Agatha Kill verliehen
Die Künstlerin Agatha Kill erhielt in Kressbronn den mit 2.000 Euro dotierten Hilde-Broër-Preis für ihr Lebenswerk. Zwei Ausstellungen begleiten die Ehrung bis Ende November.

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Die Bildhauerin und Medailleurin Agatha Alberta Kill aus Ilbesheim in der Pfalz ist am Sonntag, 25. Oktober 2026, im Kunstmuseum Lände in Kressbronn am Bodensee für ihr Lebenswerk ausgezeichnet worden. Bürgermeister Daniel Enzensperger und Dr. Johannes Eberhardt, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst (DGMK), überreichten ihr den mit 2.000 Euro dotierten Hilde-Broër-Preis für Medaillenkunst.
Die Auszeichnung wird seit 2005 gemeinsam von der Gemeinde Kressbronn am Bodensee und der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst vergeben. Namensgeberin ist die Bildhauerin und Medailleurin Hilde Broër (1904–1987), die mehr als vier Jahrzehnte in Kressbronn lebte und arbeitete. Der Preis zählt zu den bedeutenden Auszeichnungen für zeitgenössische Medaillenkunst.
In ihren Ansprachen betonten Bürgermeister Enzensperger und der DGMK-Vorsitzende Eberhardt die internationale Anerkennung des Preises sowie die Zusammenarbeit bei der Vorbereitung der diesjährigen Verleihung.
Laudatio würdigt künstlerische Vielseitigkeit
Ulf Dräger vom Landesmünzkabinett Sachsen-Anhalt würdigte Agatha Kill in seiner Laudatio als herausragende Vertreterin der zeitgenössischen Medaillenkunst. Er hob insbesondere ihre gestalterische Vielseitigkeit, ihr technisches Können und ihren Umgang mit menschlichen Geschichten hervor.
Nach Drägers Einschätzung gelingt es der Künstlerin, traditionelle Formen der Medaillenkunst weiterzuentwickeln und historische, literarische sowie gesellschaftliche Themen sowohl einfühlsam als auch kritisch aufzugreifen.
Im Rahmen der Feierlichkeiten stellte Stefan Kötz, Schatzmeister der DGMK, einen neuen Preisträgerkatalog vor, den er selbst herausgegeben hat. Der Band dokumentiert die Preisträgerinnen und Preisträger von 2015 bis 2026 und führt die Reihe zweier früherer Kataloge fort, die von Peter Keller betreut wurden.
Für die musikalische Begleitung sorgten Manuela Klöckner, Alexander Habisreutinger und Jan Kopp mit ihrer Komposition „Die drei Seiten einer Medaille“.
Zwei Ausstellungen im Kunstmuseum Lände eröffnet
Begleitend zur Preisverleihung wurde im Kunstmuseum Lände eine umfangreiche Doppelausstellung eröffnet. Sie zeigt Werke der aktuellen Preisträgerin Agatha Kill sowie ausgewählte Arbeiten früherer Preisträgerinnen und Preisträger. Darüber hinaus widmet sie sich dem künstlerischen Schaffen von Hilde Broër.
Die zweite Ausstellung trägt den Titel „Refugium und Neubeginn – Hilde Broër und die Sezession Oberschwaben Bodensee“. Sie beleuchtet das künstlerische Umfeld der Namensgeberin und die Bedingungen des künstlerischen Neubeginns in Südwestdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.
Zu sehen sind unter anderem Werke von Otto Dix, Max Ackermann und Sepp Mahler, die der Künstlervereinigung angehörten. Neben Arbeiten aus der Sammlung des Kunstmuseums Lände werden auch Leihgaben aus anderen Sammlungen und Privatbesitz präsentiert, die nur selten öffentlich zu sehen sind.
Ausstellung noch bis Ende November
Die Doppelausstellung ist noch bis zum 29. November 2026 im Kunstmuseum Lände in Kressbronn am Bodensee zu sehen. Weitere Informationen gibt es unter kunstmuseum-laende.de.
(Quelle: Gemeinde Kressbronn a. B.)
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Was bedeutet das?Transparenz
- Erstmals veröffentlicht
- 29.10.2026, 07:23 Uhr





