Die IG BAU ruft Beschäftigte und Arbeitgeber in den Landkreisen Ravensburg, Biberach, Tuttlingen sowie im Bodenseekreis zu besserem Hitzeschutz auf. Im Mittelpunkt stehen die WSS-Regel sowie Schutz vor Hautkrebs und Dehydrierung.
Wer im Sommer unter freiem Himmel arbeitet, sollte sich konsequent vor Sonne und Hitze schützen. Darauf weist die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) für die Landkreise Ravensburg, Biberach und Tuttlingen sowie den Bodenseekreis hin. Mit der sogenannten WSS-Regel – Wasser, Sonnencreme und Schatten – gibt die Gewerkschaft klare Empfehlungen für den Arbeitsalltag im Freien.
Sonnencreme und Schutzkleidung gegen Hautkrebs
Nach Angaben der IG BAU gehört konsequenter Sonnenschutz zu den wichtigsten Maßnahmen. Beschäftigte sollten bei starker Sonneneinstrahlung Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 verwenden und sich spätestens alle zwei Stunden erneut eincremen. Intensiver UV-Schutz sei entscheidend, um das Risiko für Hautkrebs zu verringern.
Besonders betroffen seien Beschäftigte im Baugewerbe, Straßenbau, Garten- und Landschaftsbau sowie Erntehelfer. Die Gewerkschaft empfiehlt, möglichst viel Haut mit luftdurchlässiger Kleidung zu bedecken. Auch Bauhelme mit Nackenschutz gehörten zur persönlichen Schutzausrüstung. Dafür seien die Arbeitgeber verantwortlich.
Arbeitgeber sollen ausreichend Getränke bereitstellen
Neben dem Sonnenschutz spiele auch die Flüssigkeitszufuhr eine entscheidende Rolle. Die IG BAU fordert Arbeitgeber auf, Beschäftigten, die im Freien arbeiten, ausreichend Getränke kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Bei körperlich anstrengender Arbeit in großer Hitze empfiehlt die Gewerkschaft eine Trinkmenge von drei bis fünf Litern täglich. Als Orientierung gelte, alle 15 bis 20 Minuten ein Glas Wasser oder ungesüßten Tee zu trinken.
Pausen im Schatten und angepasste Arbeitszeiten
Ebenso wichtig seien regelmäßige Erholungspausen im Schatten, beispielsweise unter Sonnensegeln. Darüber hinaus empfiehlt die IG BAU, Arbeitszeiten möglichst in die kühleren Morgen- oder Abendstunden zu verlegen.
Die Gewerkschaft rät außerdem allen Menschen, die regelmäßig im Freien arbeiten, einmal jährlich einen Hautkrebs-Check beim Hautarzt wahrzunehmen.
(Quelle: Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt)