Fahrgast ohne Fahrschein Zugbegleiter zwischen Friedrichshafen und Ravensburg bedroht

Zugbegleiter zwischen Friedrichshafen und Ravensburg bedroht
Ein 29-Jähriger soll einen Zugbegleiter in einer Regionalbahn bedroht haben und befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft. (Symbolbild: huettenhoelscher / iStock / Getty Images Plus)
WOCHENBLATT
WOCHENBLATT

Ein 29-Jähriger soll einen Zugbegleiter in einer Regionalbahn mit einer Glasflasche bedroht haben. Gegen den Tatverdächtigen wurde Untersuchungshaft angeordnet.

Während der Fahrt führte der 47 Jahre alte Bahnmitarbeiter Fahrkartenkontrollen durch. Wenige Minuten nach der Abfahrt am Stadtbahnhof Friedrichshafen fragte er den 29-Jährigen nach dessen Fahrkarte, worauf dieser zunächst nicht reagiert haben soll.

Am Montag, 14. September, gegen 15.45 Uhr war die Regionalbahn zwischen Friedrichshafen und Ravensburg unterwegs. Weil der Zugbegleiter annahm, dass der 29-Jährige keinen Fahrschein besitzt, bat er ihn um dessen Ausweis.

Zugbegleiter bleibt unverletzt

Daraufhin soll der Tatverdächtige mit einer Glasflasche bedrohlich auf den 47-Jährigen zugegangen sein. Mutmaßlich wollte er damit einer Fahrscheinkontrolle entgehen. Der Zugbegleiter blieb unverletzt, zog sich zurück und verständigte die Polizei.

Am Bahnhof in Ravensburg nahmen zwei Streifenwagenbesatzungen den 29-Jährigen noch im Zug vorläufig fest. Unter den Einsatzkräften waren auch zwei Beamte der Polizeihundeführerstaffel. Der Tatverdächtige war bereits einschlägig strafrechtlich in Erscheinung getreten.

Aufgrund seines psychisch auffälligen Zustands wurde der 29-Jährige zunächst in eine Fachklinik gebracht. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ravensburg wurde er am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt.

Haftrichter ordnet Untersuchungshaft an

Der Haftrichter erließ gegen den dringend tatverdächtigen Somalier einen Untersuchungshaftbefehl wegen versuchter räuberischer Erpressung und setzte diesen in Vollzug. Anschließend wurde der 29-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Das Kriminalkommissariat Ravensburg führt die weiteren Ermittlungen und bittet Zeugen der Tat, sich unter Tel. 0751/803-3333 zu melden.

(Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ravensburg und des Polizeipräsidiums Ravensburg)