Dopingmittel am Bodensee Zoll entdeckt verbotene Substanzen in Postpaketen

Zoll entdeckt verbotene Substanzen in Postpaketen
Nur eine von 18 Sendungen, die zur Einleitung eines Verfahrens gegen den Empfänger führte. (Foto: Hauptzollamt Ulm)
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Zollbeamte haben in einem Postverteilerzentrum im Bodenseekreis zahlreiche Sendungen aus dem Ausland überprüft. In 18 Paketen waren verbotene Substanzen drin. Einige Empfänger wohnen in Oberschwaben.

Der Fund ereignete sich bereits Mitte Februar. Zollbeamte einer Friedrichshafener Kontrolleinheit entdeckten bei mehreren Kontrollen verbotene Substanzen: insgesamt 180 Gramm Cannabisprodukte, 4500 Tabletten und 250 Ampullen Dopingmittel sowie 3000 Tabletten Arzneimittel.

18 Strafverfahren

In einem Fall war die erlaubte Menge Wirkstoff in einem Dopingpräparat um das 1778-fache überschritten. Die Zöllner leiteten 18 Strafverfahren gegen die Empfänger ein und informierten Zollfahndung und Staatsanwaltschaft.

Die Kontrollen fanden in einem Postverteilzentrum im Bodenseekreis statt, heißt es in einer Mitteilung. Verdächtige Pakete aus dem Ausland wurden zunächst per Röntgen-Mobil gescannt und bei Verdacht auf verbotenen Inhalt geöffnet.

Empfänger wohnen unter anderem auch im Bodenseekreis

Die Sendungen waren für Empfänger im Bodenseekreis, Oberschwaben und den Landkreisen Lindau und Konstanz bestimmt. Die weiteren Ermittlungen hat das Zollfahndungsamt Stuttgart übernommen.

(Quelle: Hauptzollamt Ulm)