Die Schlaganfalleinheit ist eine Überwachungsstation mit acht voll monitorierten Betten. Sie ist Teil der neurologischen Abteilung im vierten Stock des Klinikums, die insgesamt 28 Betten hat und in Jahren 2023/2024 knapp 3500 Patienten versorgte – hierbei rund 1550 Schlaganfall-Patienten.
Je nach Schweregrad befinden sich Patienten mit einem akuten Schlaganfall zwischen 24 Stunden und mehr als vier Tagen in der Überwachung. Bei etwa einem Viertel mit Verdacht auf einen Schlaganfall zugewiesenen Patienten, bestätigte sich diese zunächst geäußerte Diagnose nicht. Diese Patienten litten an anderweitigen, aber häufig nicht weniger dringlichen behandlungs- und überwachungspflichtigen neurologischen Erkrankungen. Diese Patienten werden meist ebenfalls auf der Stroke unit überwacht, bevor sie auf der neurologischen Regelstation weiter betreut werden können.
Der TÜV Rheinland-Süd, der die Station auditierte, brachte im Auftrag der Deutschen Schlaganfallgesellschaft einen 47 Kriterien umfassenden Fragekatalog mit, der gewissenhaft abgeprüft wurde. Alle derzeitigen Zertifizierungsanforderungen wurden erfüllt. Besonders beeindruckt waren die Auditoren von „einem sehr engagierten Team“, von der konsequenten und vorausschauenden Steigerung der Fortbildung der Stroke unit-Pflegefachkräfte sowie dem Einarbeitungskonzept für neue Kollegen.
„Zum interdisziplinären Team der Stroke unit gehören neben uns Ärzten und den 14 besonders geschulten Pflegefachkräften (Stroke Nurses) auch Physio- und Ergotherapeuten sowie Logopäden und Mitarbeitende des Sozialdienstes“, konkretisiert Chefarzt Prof. Dr. Roman Huber. Er ergänzt, dass darüber hinaus die enge Zusammenarbeit mit der Radiologie, Kardiologie und Gefäßchirurgie sowie der Intensivstation unglaublich wichtig für die Versorgung der Schlaganfallpatienten ist. Das neue Zertifikat ist drei Jahre gültig.
(Quelle: Medizin Campus Bodensee)