Elf junge Menschen aus dem Bodenseekreis lernen beim Projekt „Wissen was geht!“ verschiedene Berufe im AMEOS Seeklinikum Friedrichshafen kennen. Sie erhalten praktische Einblicke in Pflege, OP und Anästhesie.
Mit Fragen rund um Herzschlag, Operationen, Pupillenreaktionen und die Pläne nach den Sommerferien startete für die Teilnehmer ein dreistündiger Einblick in den Klinikalltag. Dabei kamen Realschüler, Gymnasiasten, Schulsanitäter, eine angehende Rettungssanitäterin und ein Polizeidienst-Aspirant zusammen.
Im Mittelpunkt standen die Krankenpflege sowie die Berufe in der Operationstechnischen und Anästhesietechnischen Assistenz (ATA). Die Jugendlichen erfuhren dabei nicht nur Wissenswertes über die verschiedenen Tätigkeiten, sondern konnten einzelne Abläufe selbst kennenlernen.
Projekt bringt Schüler und Betriebe zusammen
„Wissen was geht!“ ist ein Projekt der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis (WF) in Kooperation mit Unternehmen aus dem Landkreis. Neben dem AMEOS Seeklinikum Friedrichshafen beteiligen sich in diesem Jahr 30 weitere Unternehmen. Interessierte Schüler können die Betriebe kostenfrei als mögliche Ausbildungs- oder Studienbetriebe kennenlernen.
Kathrin Puhlmann von der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis begrüßte die Gruppe und begleitete sie durch das Seeklinikum.
Das Team der Praxislehrenden teilte die Jugendlichen anschließend in Gruppen auf. Dabei erfuhren sie unter anderem, wie aufwendig es ist, sich selbst und den Operationssaal auf einen Eingriff vorzubereiten. Zudem ging es darum, wer für Narkose und Schmerztherapie zuständig ist und warum im OP „alle gleich aussehen“.
Auch eigene Erfahrungen kamen zur Sprache. „Ich hatte danach richtig großen Hunger“, lachte eine Teilnehmerin und erfuhr von der ATA-Auszubildenden Julia: „Bei uns gibt’s dann ein Eis“.
Anatomie-Wissen wird getestet
Mit den Pflegefachkräften Sandra Sigel, Carmen Vogel und Lorena Wochele beschäftigten sich die Jugendlichen unter anderem mit der Messung der Kernkörpertemperatur und der Kontrolle der Pupillen bei einer möglichen Hirnblutung.
Außerdem hatten die Pflegefachkräfte ein kleines Anatomie-Quiz mit sechs Fragen vorbereitet. Auf die meisten Fragen hatten alle eine Antwort, auch wenn diese nicht immer richtig war.
Zum Abschluss lud Jessica Lausen, die den Nachmittag federführend vorbereitet hatte, die Teilnehmer zu frisch gebackenen Waffeln und einer gemeinsamen Abschlussrunde ein. Danach kehrten die Jugendlichen wieder in ihren Ferienmodus zurück.
(Quelle: AMEOS Seeklinikum Friedrichshafen)