Mehr Sicherheit im Straßenverkehr Blinken und Handzeichen kann Leben retten

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Redakteurin
Siebzig Prozent der Menschen, die im städtischen Raum bei Unfällen zu Tode kommen, sind Radfahrer, Fußgänger oder Motorradfahrer. Der ACE (Auto Club Europa) hat am Bodenseekreisel in Friedrichshafen einen Check durchgeführt: 33,9 Prozent der Verkehrsteilnehmer blinkten hier falsch.
Um die Zahl der Verkehrstoten zu reduzieren, hat der ACE den diesjährigen Tag der Verkehrssicherheit genutzt, um das Bewusstsein für die Sicherheit im Straßenverkehr zu schärfen.
Vision Zero: Keine Toten im Straßenverkehr bis 2030
Mit der Aktion „Sicher durch Blinken!“ soll das Blinken als eines der zentralen Sicherheitsthemen im Straßenverkehr in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken. Das langfristige Ziel des ACE ist die Vision Zero: Keine Toten im Straßenverkehr bis 2030. Inmitten des Geflechts von Verkehrsregeln spielt das Blinken eine ganz entscheidende Rolle. Um es etwas zynisch auszudrücken, jedes Fahrzeug hat einen Blinker, so der ACE. Der beabsichtigte Richtungs- oder Spurwechsel ist durch den Fahrtrichtungsanzeiger, den Blinker, somit problemlos anzukündigen.
Blinken verhindert Unfälle
Das Blinken hilft sowohl effizient als auch nachhaltig, Unfälle zu vermeiden. Auch abseits vom PKW ist das Richtungszeichen auf dem Fahrrad mit der Hand unerlässlich. Aus diesem Grund wird der Fokus dieses Jahr auf das Blinkverhalten im Kreisverkehr gelegt.
Beim Einfahren in den Kreisverkehr ist das Blinken nicht erforderlich, weil es sich weder um einen Richtungs- noch um einen Spurwechsel handelt. Beim Verlassen des Kreisverkehrs ist das Blinken dagegen unerlässlich. Es ist eine wichtige Information sowohl für nachfolgende Fahrer als auch für Verkehrsteilnehmer, die an anderer Stelle in den Kreisverkehr einfahren wollen. Auch für Fußgänger, die den Kreisverkehr queren wollen, ist die durch das Blinken vermittelte Information unerlässlich.

Positiver als gedacht
Das ACE-Ehrenamt in Friedrichshafen war aus diesem Grund in der vergangenen Woche am Bodenseekreisel (Meisterhofer Str./ Am Riedlewald) für eine Stunde aktiv. Die Ehrenamtlichen erfassten in dieser Zeit insgesamt 1.316 Fahrzeuge und Fahrräder. Dabei fiel besonders das Verhalten der PKW-Fahrer positiv auf: 69,8 Prozent zeigten ein vorbildliches Blinkverhalten. Bei den Radfahrern war das Ergebnis ernüchternder.
Nur 21,1 Prozent zeigten das Verlassen des Kreisverkehrs richtig an. Ausgeglichener war das Verhalten der Motorrad- und Mofafahrer. In dieser Gruppe zeigte sich ein 50 zu 50 Verhalten. „Am wichtigsten für unser aller Sicherheit ist das Anzeigen der Ausfahrt aus dem Kreisverkehr“, merkt der ACE-Kreisvorsitzende Klaus Schuler an und führt weiter aus: „Auch wenn falsches Blinken oder das Unterlassen des Blinkens keinen Unfall zur Folge hat, kann dies mit einem Verwarngeld in Höhe von 10 Euro bestraft werden“. Die Verwarnung gilt auch für das Blinken beim Einfahren in den Kreisverkehr.
Blinken abseits vom Kreisverkehr wichtig
Der ACE-Verkehrsexperte Sven Hübschen verweist darauf, dass das Blinken nicht nur im Kreisverkehr von großer Bedeutung ist. Demnach ist es eine grundlegende Kommunikationsform zwischen den Verkehrsteilnehmern und trägt wesentlich zur Sicherheit auf unseren Straßen bei. Sowohl beim Abbiegen, beim Wechseln der Fahrspur, beim Überholen als auch beim Ein- und Ausfahren zeigt das Blinken die Absicht des Fahrers an und ermöglicht es anderen Verkehrsteilnehmern, angemessen zu reagieren.
(Quelle: ACE Auto Club Europa e.V)
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Was bedeutet das?Transparenz
- Erstmals veröffentlicht
- 23.06.2024, 10:27 Uhr





