16-jähriger Häfler triumphiert bei Weltmeisterschaft im Inline-Speedskaten

16-jähriger Häfler triumphiert bei Weltmeisterschaft im Inline-Speedskaten
In der zweiten Hälfte der WM wurden die Wettbewerbe auf dem Straßenkurs absolviert. Hier erreichte Maurice abermals ein gutes Resultat mit Platz 12 im One-Lap Sprint. (Bild: Speedteam Bodensee)

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Am vergangenen Sonntag fanden in Italien die Weltmeisterschaften im Inline-Speedskaten statt. Der erst 16-jährige Maurice Marosi aus Friedrichshafen nahm daran teil und erreichte tolle Erfolge.

Bei den Wettkämpfen auf dem höchsten Niveau waren im italienischen Montecchio Maggiore – Vincenza 600 Athleten aus 50 Nationen dabei. Speedskating ist eine Disziplin im Inlineskaten, bei der die Athleten auf spgenannten ‚Speedskates‘ besonders hohe Geschwindigkeiten erreichen.

Häfler eigentlich noch zu jung für die WM

Für das Team Deutschland wurde auch der 16-jährige Maurice Marosi vom Speedteam Bodensee für die WM nominiert. Das Besondere daran: Eigentlich ist der Nachwuchssportler des Jahres aus Friedrichshafen noch zu jung für diese Meisterschaften.

Aber die Bundestrainer gaben den Schüler vom Graf-Zeppelin-Gymnasium, der in der ‚Altersklasse Jugend‘‘ Europameister über die 500 Meter wurde und fünf Medaillen gewann, die Möglichkeit, eine Altersklasse höher zu starten, um an der WM Start teilzunehmen.

Marosi erreicht persönliche Ziele und schafft Anschluss zur Weltspitze

Sein Fokus für die Welttitelkämpfe legte Marosi auf die Sprintdistanzen. Über die 200 Meter auf der Bahn verpasste er um hauchdünne vier Tausendstel Sekunden das Finale und belegte Platz 13. Im Wettbewerb über die 500 Meter zeigte er mit der sechstschnellsten Vorlaufzeit von 43,692 Sekunden, dass er in der Lage ist, die Leistung auf diesem hohen Niveau mitzugehen und erreichte Platz 15.

Besonders erfolgreich auf der Straße

In der zweiten Hälfte der WM wurden dann die Wettbewerbe auf dem Straßenkurs absolviert. Am vorletzten Wettkampftag gelang dem jungen Häfler dann im 100 Meter Sprint das erhoffte und anvisierte TOP 10 Resultat bei dieser Weltmeisterschaft.

Mit 10,419 Sekunden lief er auf Platz 9 und stellte damit den Anschluss zur Weltspitze her. Und das in der Altersklasse, in der er erst 2024 an den Start gehen wird. Zudem erreichte er auch ein weiteres persönliches Ziel: Eine bessere Platzierung als ein Skater aus Kolumbien zu erreichen.

Speedskaten in Kolumbien besonders beliebt

Die Gewinner dieser WM waren meist Athleten aus Kolumbien. Inline-Speedskaten hat dort einen vergleichbaren Stellenwert wie Fußball in Deutschland. Da diese Dominanz bereits seit Jahren besteht, war es für die Zuschauer vor Ort und am Livestream nicht allzu überraschend, dass fast siebzig Prozent der Weltmeistertitel durch kolumbianische Athleten eingefahren wurden.

(Pressemitteilung: Speedteam Bodensee)

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