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Starkregen: Häuser gegen die Folgen schützen

Am 15. Juni sorgte ein durch Gewitter verursachter Starkregen in Riedlingen für Wasserschäden bei Hausbesitzern. Um das in die Gebäude eingedrungene Wasser zu beseitigen, war die Feuerwehr stundenlang im Einsatz. Wir fragten bei der Riedlinger Stadtverwaltung nach, wie es zu solchen Wasserschäden kommen kann.

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Bei Starkregen ist oftmals die Gefahr von Überschwemmungen und Überflutungen gegeben.
Bei Starkregen ist oftmals die Gefahr von Überschwemmungen und Überflutungen gegeben. (Bild: pixabay)

Am 15. Juni sorgte ein durch Gewitter verursachter Starkregen in Riedlingen für Wasserschäden bei Hausbesitzern. Um das in die Gebäude eingedrungene Wasser zu beseitigen, war die Feuerwehr stundenlang im Einsatz. Vielfach war ein Rückstau aus dem Kanal ursächlich für ein unliebsames „Sonntagsabendvergnügen“ der Haubesitzer.

Wir fragten bei der Riedlinger Stadtverwaltung nach, wie es zu solchen Wasserschäden kommen kann.

Rückstauklappe vorhanden und funktionsfähig?

Stadtbaumeister Wolfgang Weiß: „Grundsätzlich ist der Eigentümer für die Rückstausicherung seines Gebäudes aus der Kanalisation verantwortlich. Siehe auch Abwassersatzung der Stadt Riedlingen. Wenn Wasser aus der Kanalisation über die Bodenabläufe oder anderen Öffnungen unterhalb der Rückstauebene in das Gebäude eindringt, ist vom Eigentümer zu prüfen, ob die Rückstauklappe funktionsfähig ist bzw. ob eine Rückstauklappe bzw. Rückstausicherung eingebaut ist.“

Auch auf die Frage nach einer ausreichenden Kapazität des Kanalnetztes ging der Stadtbaumeister ein: „Die Auslastung der Kanalisation ist im AKP (Allgemeiner Kanalisationsplan) der Stadt Riedlingen dargestellt. In diesem Plan ist ersichtlich wie stark die Kanäle ausgelastet sind. Dementsprechend werden bei geplanten Baumaßnahmen die Kanaldimensionen angepasst oder eventuell notwendige zusätzliche Kanäle gebaut. Bei Starkregenereignissen wie am 15.Juni ist ein Rückstau aber nicht zu vermeiden.“

Aktionspläne des Landes

Das ebenfalls angefragte Landratsamt verwies auf die im Lande geltenden Aktionspläne zum Schutz vor Hochwasser und den möglichen Folgen eines Starkregens. Die Schutz- und Aktionspläne wurden sowohl für die Städte und Gemeinden als auch für Hausbesitzer entwickelt. Auf der Homepage des Landes wird zunächst das Phänomen Starkregen genau definiert: „Von Starkregen spricht man, wenn es in kurzer Zeit und lokal begrenzt und intensiv regnet. Der Deutsche Wetterdienst spricht von Starkregen bzw. auch Starkniederschlag, wenn in einer Stunde mehr als 10 Millimeter beziehungsweise in 6 Stunden mehr als 20 Millimeter Regen fallen.“

Starkregen überwiegend im Sommer

Es ist kein Zufall, dass gerade in den Sommermonaten vermehrt Starkregen auftreten. In Verbindung mit heftigen Gewittern kommt es oft zu großen Schäden, weil im Gegensatz zu Hochwasser an großen Flüssen der genaue Ort und Zeitpunkt kaum vorherzusagen ist. Dies führt dazu, dass das Geschehen für die Betroffenen sehr überraschend auftreten kann.

Wer glaubt, dass sich solche Ereignisse nur im bergigen und hügeligen Gelände abspielen, täuscht sich. Auch in der Ebene können Starkniederschläge zu Überflutungen führen. Ursächlich ist hierbei, dass die großen Wassermengen zumeist über den Bemessungsgrenzen der Kanalnetze liegen. So können sie weite Flächen schnell unter Wasser setzen. Insbesondere die Bebauung und Infrastruktur in den Senken können dabei erheblich geschädigt werden.

50 Prozent der Hochwasserschäden durch Hochwasser verursacht

Starkniederschläge mit hohen Niederschlägen und Niederschlagsintensitäten verursachen Schäden in der Größenordnung von 50 % der Gesamtschäden, die durch Hochwasser in Baden-Württemberg im Mittel jährlich verursacht werden. Mehr Infos dazu: https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/wasser/starkregen

Was können Kommunen und Gebäudebesitzer tun?

Wertvolle Hilfe erhalten Kommunen unter https://www.hochwasser.baden-wuerttemberg.de/buergerinnen-und-buerger. In einem Teil der Information werden Maßnahmen für die Kommunen beschrieben (Erstellung eines kommunalen Konzepts). Für die Bürger wird unter der Rubrik „Aktiv werden“ ein ganzes Bündel an Maßnahmen vorgeschlagen, um Schäden zu vermeiden oder mindestens im Notfall die Schäden zu minimieren.

Umfangreiche Handlungsempfehlungen sind unter Vorsorge (vor dem Hochwasser), Richtiges Verhalten (während eines Hochwassers) und Nachsorge (nach dem Hochwasser) nachlesbar.

Wir empfehlen diese wichtigen Informationen anzuschauen, ggf. auszudrucken und die empfohlenen Maßnahmen, soweit es möglich ist, umzusetzen.

Schlagwörter

Transparenz

Erstmals veröffentlicht
01.07.2025, 16:08 Uhr

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