Ehrenamtlicher Einsatz für Artenschutz Fledermausschutz im Landkreis Biberach stärken

Fledermausschutz im Landkreis Biberach stärken
Rainer Gerster (links), Fledermausbeauftragter für den Landkreis Biberach informierte Landrat Mario Glaser über die aktuellen Fledermausbestände im Landkreis Biberach. Bei dem Termin übergab Rainer Gerster dem Landrat einen Fledermauskasten. (Bild: Landratsamt Biberach)
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Seit fast 25 Jahren kümmert sich Rainer Gerster ehrenamtlich um Fledermäuse im Landkreis Biberach. Nun übergab er Landrat Mario Glaser einen Fledermauskasten.

Der 80-jährige Rainer Gerster aus Aßmannshardt setzt sich seit bald 25 Jahren als ehrenamtlicher Fledermausbeauftragter für den Landkreis Biberach ein. Zu seinen Aufgaben gehört die Versorgung verletzter und geschwächter Tiere. Zudem fertigt er Fledermauskästen an, die den Tieren als Verstecke und Schlafstätten dienen. Einen solchen Kasten übergab er nun an Landrat Mario Glaser.

„Ich kümmere mich um verletze oder entkräftete Tiere und päppele sie bei mir zuhause in Aßmannshardt auf, bis diese wieder flugfähig sind“, erzählt Gerster. Landrat Mario Glaser würdigte seinen Einsatz: „Ich danke Ihnen für Ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz zum Schutz der Fledermäuse und Ihrem damit wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in unserem Landkreis.“

Fledermäuse verlieren zunehmend ihre Lebensräume

In Baden-Württemberg leben nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) 21 Fledermausarten. Ihre Bestände sind in den vergangenen 50 Jahren dramatisch zurückgegangen.

Eine Ursache ist das Insektensterben, durch das die Tiere immer weniger Nahrung finden. Gleichzeitig verschwinden wichtige Lebensräume wie Bäume, Scheunen und Dachböden, die Fledermäusen als Quartiere dienen. Inzwischen stehen alle in Baden-Württemberg vorkommenden Fledermausarten auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten.

Was tun, wenn man eine Fledermaus findet?

Wer eine Fledermaus entdeckt, sollte das Tier möglichst nicht anfassen. Ist ein Kontakt unvermeidbar, sollten wegen der Tollwutgefahr unbedingt Handschuhe als Bissschutz getragen werden.

Erste Fragen können telefonisch über die Naturschutzbehörde im Landratsamt, die Polizei oder den BUND geklärt werden. Über diese Stellen lässt sich auch der Kontakt zu Rainer Gerster herstellen. Er ist zudem direkt unter der Telefonnummer 07357 1243 erreichbar.

Fledermauskästen bieten zusätzliche Rückzugsorte

Neben der Pflege verletzter und entkräfteter Tiere stellt Gerster auf Nachfrage auch Fledermauskästen her, die bei ihm erworben werden können. Sie bieten den Tieren Verstecke und Schlafstätten.

Die Kästen sollten in einer Höhe von etwa vier bis fünf Metern an einem Haus oder an stabilen Stellen im Garten angebracht werden. Wichtig ist, dass die Einflugöffnung frei zugänglich bleibt und die Fledermäuse ungehindert anfliegen können.

(Quelle: Landratsamt Biberach)

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