BIBERACH – Die Stadt Biberach plant im Teilort Mettenberg ein neues Baugebiet. Am nordwestlichen Ortsrand soll auf einer Fläche von 2,1 Hektar Platz für rund 50 Wohneinheiten entstehen. Das Stadtplanungsamt hat für das Wohngebiet „Mettenberger Äcker“ erste Planungsziele definiert und diese im Bauausschuss vorgestellt. Im Investitionsprogramm ist die Erschließung des Baugebiets 2029 vorgesehen.
Nach knapp 20 Jahren will die Stadt in Mettenberg wieder Bauland bereitstellen, seinerzeit war das Baugebiet „Klotzholzäcker“ entwickelt worden. „Wir freuen uns, dass es im Ortsteil Mettenberg wieder Bauplätze geben wird“, sagte Stadtplanungsamtsleiter Roman Adler im Bauausschuss. Das künftige Wohngebiet „Mettenberger Äcker“ schließt südlich an das bestehende Wohngebiet „Weideler“ aus den 1970er-Jahren an, die Stadt konnte zwischenzeitlich die benötigten Flächen erwerben. Die äußere Erschließung des Wohngebiets ist hauptsächlich über den Josef-Probst-Weg sowie ergänzend über den Haldenweg vorgesehen. „Wir schlagen für das Gebiet eine Mischung aus freistehenden und verdichteten Einfamilienhäusern vor“, so Roman Adler.
Zu den Planungszielen, die Grundlage für den zu erarbeitenden städtebaulichen Rahmenplan sind, gehört eine Dichte von rund 25 Wohneinheiten pro Hektar, was in Summe etwa 52 Wohneinheiten entspricht. Zum Vergleich: Im Gebiet „Weideler“ sind es 15 Wohneinheiten pro Hektar, im Gebiet „Klotzholzäcker“ 22. Darüber hinaus soll mindestens ein Geschosswohnungsbau mit altersgerechten Wohnungen berücksichtigt werden. Auch die Option, öffentlich geförderten Wohnungsbau zu ermöglichen, soll geprüft werden. Eine weitere Zielvorgabe ist ein kleiner Spielplatz. Dieser soll temporär auf einem Bauplatz eingerichtet werden, der dann nach 15 bis 20 Jahren verkauft wird.
Wohnungsmix passend zum Ort
Beim Thema Emissionen kündigte Adler an, dieses nochmals eingehender zu prüfen. Ein erstes Geruchsgutachten hatte aufgrund der vielen aktiven landwirtschaftlichen Betriebe und einer angrenzenden Pferdehaltung Einschränkungen für die Bebaubarkeit mit Wohngebäuden im östlichen Bereich ergeben. Gärten, Straßen und Parkplätze sind hier jedoch möglich. Auch könnten die Grundstücke zurückgehalten und erst zu einem späteren Zeitpunkt bebaut werden.
Der städtebauliche Rahmenplan wird in den Jahren 2026 und 2027 erarbeitet, die darauf aufbauenden Planungen dann 2028. Nach der Erschließung, die möglichst 2029 erfolgen soll, ist in den Folgejahren der Verkauf der Bauplätze geplant.
(Quelle: Stadt Biberach)