Aus alt mach Neu Abfallwirtschaftsbetrieb startet Sammelsystem für Vereine zum Recyceln von Tennisbällen

Abfallwirtschaftsbetrieb startet Sammelsystem für Vereine zum Recyceln von Tennisbällen
Rudolf Sommer (links), 1. Vorsitzender des TV Biberach Hühnerfeld e.V., und Stefan Schreiber vom Abfallwirtschaftsbetrieb Biberach setzen sich dafür ein, dass ausgediente Tennisbälle künftig in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden. (Bild: Landratsamt Biberach)
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Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Biberach führt ein zentrales Sammelsystem zum Recyceln von Tennisbällen ein. Tennisvereine können ihre gebrauchten Bälle ab sofort sammeln und abgeben und in den Wertstoffkreislauf zurückführen lassen. Hintergrund ist, dass in Deutschland jedes Jahr rund zwölf Millionen Tennisbälle verbraucht werden. Die meisten davon landen bisher im Restmüll.

Damit weitet der Abfallwirtschaftsbetrieb ein Pilotprojekt mit dem TV Biberach Hühnerfeld e.V. auf den gesamten Landkreis aus. Vereine sammeln ausgediente Tennis- und Padelbälle und liefern sie beim TV Biberach Hühnerfeld in der Hermann-Volz-Straße 68 in Biberach an. Am Ende der Saison holt das Unternehmen Renewaball die Bälle ab und führt sie dem Recyclingprozess zu. Für die Vereine ist das Angebot kostenfrei.

Im vergangenen Jahr hatte der TV Biberach Hühnerfeld das System bereits getestet. Innerhalb weniger Monate kamen mehrere tausend Bälle zusammen. „Unser Tennisverein möchte mit gutem Beispiel vorangehen und den Tennissport auch für Jugendliche und die nächsten Generationen attraktiv halten“, sagt Vereinsvertreter Rudolf Sommer. „Wir wollen den Sport nachhaltiger machen und Ressourcen schonen.“

Das Unternehmen Renewaball hat ein Verfahren entwickelt, das Gummi und Filz voneinander trennt. Aus den Materialien entstehen neue Tennis- und Padelbälle. „Dass wir mit dem Landkreis Biberach zusammengekommen sind, freut uns sehr“, sagt CEO Hélène Hoogeboom. „Ohne Partner vor Ort funktioniert Recycling nicht. Vereine spielen eine Schlüsselrolle, um gebrauchte Bälle zu sammeln und wieder in den Kreislauf zu bringen.“ Nach Angaben des Unternehmens, das sich auf die Wiederverwertung gebrauchter Tennis- und Padelbälle spezialisiert hat, verursacht die Herstellung herkömmlicher Tennisbälle hohe Transportwege und setzt zudem Mikroplastik frei.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb ruft alle Tennisvereine im Landkreis zur Teilnahme auf. Wer mitmachen will, kann sich telefonisch unter 07351 52-6781 an Stefan Schreiber, Koordinator für Kreislaufwirtschaft, wenden, oder per E-Mail an [email protected].

(Quelle: Landratsamt Biberach)