Präsident der Ulmer Handwerkskammer wird 65 Jahre

Präsident der Ulmer Handwerkskammer wird 65 Jahre
Ist trotz fortschreitenden Alters noch voller Schaffenskraft: Joachim Krimmer. (Bild: Handwerkskammer Ulm)
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Redaktion

Ulm – Der Präsident der Handwerkskammer Ulm Joachim Krimmer feiert – laut Pressemitteilung – am 12. Mai seinen 65. Geburtstag. Der gelernte Zentralheizungs- und Lüftungsbauer lebt in Leutkirch und führt dort zusammen mit seinem Sohn Christoph Krimmer die Otto Krimmer GmbH & Co. KG, die er 1984 von seinem Vater übernommen hat. Momentan beschäftigt Krimmer 28 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in seinem Betrieb.

Joachim Krimmer ist seit 2014 – so die Handwerkskammer weiter – ehrenamtlicher Präsident der Handwerkskammer Ulm. Berufliche Bildung sei sein Herzensthema. So engagiere er sich in unterschiedlichen Ausschüssen und politischen Ebenen für die Förderung der beruflichen Bildung und ihr Ansehen in unserer Gesellschaft.

Es sei mit sein Verdienst, dass 2019 in Baden-Württemberg die Meisterprämie für Handwerksmeisterinnen und -meister eingeführt worden ist. Als Vorsitzender des Landesausschusses Bildung in Baden-Württemberg ist ihm – laut HWK – der konstruktive Austausch zwischen den Partnern der beruflichen Bildung und mit der Landesregierung wichtig.

In der regionalen Schulentwicklung setzt er sich für eine wohnort- und betriebsnahe Berufsschulstruktur ein, damit Jugendliche nicht durch lange Schulwege von einer Ausbildung in einem Handwerksberuf absehen. „Ich bin in meinem Beruf glücklich und zufrieden, weil ich mit dem, was ich kann, andere Menschen glücklich mache“, erklärt der Jubilar.

Und weiter: „Mit unserem Handwerk helfen wir mit, dass die Kunden ein schönes oder warmes Zuhause haben. Und jeden Abend sehen wir Handwerker, was uns gelungen ist. Was gibt es Schöneres?“. Seit einem Jahr arbeitet die Handwerkskammer Ulm daran, die beruflichen Bildungswege zu modernisieren und stärker mit dem akademischen Bildungsweg zu verweben.

Die Entscheidung für eine Ausbildung in einem Handwerksberuf dürfe für junge Menschen keine Begrenzung für ihren weiteren beruflichen Weg und ihre persönlichen Entfaltungsmöglichkeiten bedeuten. Die Handwerkskammer Ulm kombiniert dazu mit dem Konzept ‚Exzellenz Handwerk‘ Inhalte aus der beruflichen und der akademischen Bildungswelt und entwickelt vernetzte Pilotmodell-Bildungsgänge.

Denn die Handwerksbetriebe im Land brauchen leistungsstarke und qualifizierte Fachkräfte, die die anstehenden Transformationsprozesse wie Energiewende und Digitalisierung umsetzen können. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Wettbewerbs ‚Zukunft gestalten – Innovationen für eine exzellente berufliche Bildung (InnoVET)‘ gefördert.

Krimmer wird zudem nicht müde, die bürokratischen Belastungen insbesondere von kleinen und mittelständischen Unternehmen zu thematisieren. So hat er seinen politischen Gesprächspartnern in Berlin beispielsweise ein „Bürokratie-Geschenk“ mitgebracht: anderthalb Kilogramm Papier, das exemplarisch den bürokratischen Aufwand eines Handwerksauftrags durch die öffentliche Hand zeigt.

Für damals rund 10.000 Euro Umsatz arbeitete ein Handwerker in diesem Fall rund 150 Stunden, davon hatte er 58 Stunden nur Bürokratie-Aufwand zu leisten. Als überfällige und sinnvolle erste Schritte begrüßt Krimmer daher die kürzlich vom Bundestag beschlossenen 22 Maßnahmen zum Bürokratieabbau. Aus der Tradition heraus eine lebens- und menschennahe Zukunft in unserem Land mitzugestalten und zu entwickeln, treibe Krimmer an.

Vor diesem Hintergrund ist er über viele Jahre und Jahrzehnte als Persönlichkeit ehrenamtlich in Handwerksorganisationen engagiert, aber auch in der Kommunalpolitik. Der Vollversammlung der Handwerkskammer Ulm gehört Krimmer seit 2004 an, seit 2012 arbeitet er im Vorstand der Kammer mit. Von 2011 bis 2014 war er zudem Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Ravensburg und von 2002 bis 2014 Obermeister der SHK-Innung Ravensburg. Krimmer sitzt seit 1994 im Stadtrat von Leutkirch.