93 Strafverfahren, 33.000 Zigaretten, 18 kg Tabak, 235-mal Schmuggelgold und 28 verbotene Waffen – alles gut versteckt in Autos, Transportern und Lastern. Über drei Wochen hat er Zoll den Verkehr kontrolliert und dabei zum Teil kuriose Verstecke aufgespürt.
Unter der Leitung des Hauptzollamts Ulm haben mehrere Zolleinheiten im Rahmen einer geplanten Schwerpunktaktion den Verkehr beim Autobahnkreuz der Autobahnen 7 und 8 bei Ulm unter die Lupe genommen.
Viel verbotene Schmugglerware
Bei den Überprüfungen von 844 Reisenden und 251 Fahrzeugen fanden die Beamten neben 18 Kilogramm Tabak und 33.000 Zigaretten auch über 80 Mal Goldschmuck (insg. 235 Teile) sowie 28 verbotene Waffen, wie Springmesser und Schlagringe.
Gold im Beatmungsgerät
In einigen Fällen war die Schmuggelware sehr kreativ versteckt bzw. in den Fahrzeugen verbaut. So entdeckten die Fahnder zum Beispiel Goldschmuck im Batteriefach eines Beatmungsgerätes oder Feinschnitt-Tabak in Tüten versteckt in diversen Hohlräumen eines PKW.
Sie kassierten insgesamt knapp 60.000 Euro Zoll und Einfuhrumsatzsteuer nach und erhoben 21.000 Euro an Geldstrafen. Gegen acht Personen lagen Haftbefehle vor, die noch vor Ort vollstreckt wurden.
„Die Bilanz von 142 Verstößen an 15 Kontrolltagen zeigt ganz offensichtlich die Notwendigkeit, solcher konzentrierten Aktionen“, fasst Zoll-Einsatzleiter Jochen Schnell das Ergebnis zusammen.
Kontrolle mit Röntgenanlage
Unterstützung bekamen die Zöllner vom Röntgen-Team des Ulmer Zolls, das mit einer mobilen Röntgenanlage sowie einem sogenannten SCAN-Van zur schnellen Durchleuchtung von Gepäckstücken dabei war und mehrere Hinweise auf versteckte Waffen und Zigaretten gab.
Außerdem kamen Spürhunde für Rauschgift, Tabak und Bargeld zum Einsatz. Beteiligt waren Einheiten aus Ulm, Stuttgart, Pfullingen, Friedrichshafen und Lindau.
(Quelle: Hauptzollamt Ulm)