Ehemann betäubt und Feuer gelegt: 33-Jährige in Untersuchungshaft

Ehemann betäubt und Feuer gelegt: 33-Jährige in Untersuchungshaft
Erst soll sie ihren Mann mit Schlafmitteln betäubt und dann das Zimmer in Brand gesetzt haben - eine Frau aus Memmingen ist nun wegen Mordes angeklagt worden. (Bild: seb_ra/iStock / Getty Images Plus)

Deutsche Presse-Agentur
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Im Mai 2023 kam ein Mann in seiner Wohnung in Memmingen durch ein Feuer ums Leben. Was nach einem tragischen Unglück klingt, ist mutmaßlich vorsätzlicher Mord gewesen. Im Verdacht steht die 33 Jahre alte Frau des Opfers.

Erst soll sie ihren Mann mit Schlafmitteln betäubt und dann das Zimmer in Brand gesetzt haben – eine Frau aus Memmingen ist nun wegen Mordes angeklagt worden. Die 33-Jährige werde verdächtigt, ihren Mann durch das Feuer in der Wohnung vorsätzlich getötet zu haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilten.

Die Ermittler vermuten, dass die Frau durch die Lebensversicherungen aus dem Tod ihres Mannes Kapital schlagen wollte. Der 38-Jährige starb bei dem Zimmerbrand durch eine Rauchvergiftung. Seine Frau setzte den Angaben zufolge erst später einen Notruf ab.

Bruder der Frau zunächst verdächtig

Zu Beginn hatten die Ermittler auch den Bruder der Frau im Verdacht, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Was später jedoch ausgeschlossen werden konnte. Der Mann wurde deshalb aus der angeordneten Untersuchungshaft entlassen. Die verdächtige Ehefrau sitzt dagegen weiter hinter Gittern.

Ob es in dem Fall zu einem Prozess kommt, müsse nun das Landgericht Memmingen entscheiden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Bis zu einer Verurteilung gelte die Unschuldsvermutung.