Bei einer am 16.03.2026 geplanten Wohnungsräumung in einer Kemptener Obdachlosenunterkunft verbarrikadierte sich ein 63-jähriger Wohnungsinhaber, wobei er sich im Besitz einer Schusswaffe befand. Nach einer Türöffnung durch Spezialkräfte der Polizei wurde der Mann mit einer Schussverletzung in der Wohnung aufgefunden und verstarb später im Krankenhaus. Die KPI Kempten führt unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Kempten die weiteren Ermittlungen.
Am 16.03.2026 sollte die Wohnung eines 63-jährigen Bewohners einer Obdachlosenunterkunft in Kempten wegen Schädlingsbefalls durch das Ordnungsamt Kempten unter Anwesenheit von Polizeibeamten der PI Kempten geräumt und der Betroffene in einer anderen Wohnung der gleichen Unterkunft untergebracht werden. Die Räumung konnte jedoch nicht durchgeführt werden, da sich der Betroffene in seiner Wohnung einschloss und verbarrikadierte.
Da eine an der Wohnungsräumung beteiligte Person wahrnahm, dass sich der Betroffene im Besitz einer Schusswaffe befand, wurde eine Spezialeinheit der Polizei hinzugezogen.
Nach Eintreffen der Beamten begaben sich diese zur Wohnungstüre des Betroffenen und forderten diesen mehrfach auf, sich zu ergeben und unbewaffnet aus der Wohnung zu kommen. Der Aufforderung leistete der Betroffene keine Folge und gab nach den derzeitigen Erkenntnissen zunächst einen Schuss aus der von ihm geführten Waffe in Richtung der geschlossenen Wohnungstüre ab.
Nachdem die Spezialkräfte ein weiteres Schussgeräusch aus der Wohnung wahrnahmen, drangen sie in die Wohnung ein und fanden den Betroffenen mit einer Schussverletzung im Kopfbereich auf dem Boden liegend vor, an deren Folgen er in der Nacht zum Dienstag verstarb. Die illegal besessene Schusswaffe wurde sichergestellt; die Kriminalpolizei führt u. a. zur Herkunft der Waffe weitere Ermittlungen durch. Die durchgeführte Obduktion bestätigt die Erkenntnisse zum Suizidgeschehen mittels Schusswaffe.
(Quelle: Polizeipräsidium Schwaben Süd/West)