In der 6. Klasse einer Mittelschule in Neu-Ulm kam es am Dienstagvormittag zu einem tragischen Vorfall. Ein 13-Jähriger nahm einen gleichaltrigen Mitschüler derart in den „Schwitzkasten“, dass dieser bewusstlos zu Boden sackte.
Während die 18 Schüler der Klasse ihre Musikinstrumente aufräumten, nahm einer der Schüler seinen Mitschüler in einen Unterarmwürgegriff. Als die Lehrkraft dies bemerkte, forderte sie den 13-Jährigen umgehend auf, die Umklammerung des Halses zu lösen. Dem kam der Junge zwar nach, sein Mitschüler war zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits bewusstlos und sackte zu Boden, heißt es von der Polizei.
Verletzter Bub wurde in Kinderklinik verlegt
Nachdem der Angegriffene das Bewusstsein zunächst nicht wiedererlangte wurde der Rettungsdienst und die Polizei verständigt. Der geschädigte 13-Jährige wurde daraufhin in eine Kinderklinik verlegt. Aktuell befindet er sich noch unter stationärer klinischer Beobachtung. Die Schulleitung hat die Eltern beider Beteiligter verständigt.
Eine Anhörung des tatverdächtigen Schülers wurde im Beisein seiner Mutter bei der Polizeiinspektion Neu-Ulm durchgeführt. Der geschädigte Schüler konnte, auf Grund seines gesundheitlichen Zustands, bis dato nicht befragt werden. Über das Tatmotiv liegen derzeit noch keine endgültigen Erkenntnisse vor.
Die Kriminalpolizei ermittelt
Der Tatverdächtige Schüler ist aktuell vom Unterricht ausgeschlossen, über das weitere Vorgehen wird beraten. Zwischenzeitlich hat die Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Memmingen die Ermittlungen übernommen.
(Quelle: Polizeipräsidium Schwaben Süd/West)