Vom Ammersee an den Bodensee Neuzugang für den VfB Friedrichshafen

Neuzugang für den VfB Friedrichshafen
Leonard Graven fliegt in den kommenden zwei Jahren für Friedrichshafen durch die Halle. (Bild: FIVB)

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Leonard Graven wird in der kommenden Saison die Liberoposition beim VfB Friedrichshafen besetzen und tritt damit die Nachfolge von Nikola Pekovic an.

Der 20-jährige deutsche Nationalspieler wechselt vom Ligakonkurrenten WWK Volleys Herrsching nach Friedrichshafen und hat einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Mit dem Wechsel vom Ammersee an den Bodensee möchte Graven einen Titel gewinnen und den nächsten Schritt in seiner noch jungen Karriere machen.

„Das ist sicher besser als einfach nur Urlaub zu machen“, lacht Leonard Graven, der gerade mit der A-Nationalmannschaft im japanischen Fukuoka um Volleyball-Nations-League-Punkte kämpft. Eigentlich hätte Graven nur beim ersten Durchgang der VNL in Brasilien dabei sein sollen, dann wurde aber der deutsche Stammlibero Julian Zenger nicht rechtzeitig für den Japan-Trip fit. Graven packte gerne seine Koffer, denn „es gibt nichts Besseres als auf diesem Niveau Spielpraxis zu bekommen“, wie er sagt. „Das macht mich zu einem besseren Spieler.“

Mit seinen 20 Jahren ist Graven schon seit 2022 im Blick der deutschen Volleyballadler. Beim TSV Unterhaching debütierte er sogar noch zwei Spielzeiten früher in der Bundesliga. Der ASV Dachau und VC Olympia München waren seine Ausbildungsclubs, ehe er 2022 Unterhaching in Richtung WWK Volleys Herrsching verließ. „Lenny“, wie ihn eigentlich alle nennen, wollte nun einen weiteren Schritt machen und wechselt zum VfB. „Ich glaube, Friedrichshafen ist immer noch ein großer Club, der mir mit dem Umfeld und den Trainingsmöglichkeiten top Bedingungen bietet“, sagt er und freut sich besonders auf den neuen Cheftrainer Adam Swaczyna, der selbst als Libero auf der Platte stand. „Wir werden auf jeden Fall sehr viel miteinander arbeiten.“

Der „beste Libero“ der Bundesligasaison 2021/22 stand in der vergangenen Spielzeit mit Herrsching im Pokalfinale. Trotz oder gerade wegen der Niederlage gegen die Berlin Recycling Volleys hat Graven Blut geleckt. „Ich möchte einen Titel holen, egal ob es der Pokal oder die Meisterschaft ist“, gibt er seine Ziele vor. „Ich glaube, dass man gesehen hat, dass viele den VfB im vergangenen Jahr unterschätzt haben. Und diese Mannschaft bleibt ja größtenteils zusammen, deshalb freue ich mich da sehr drauf.“

Ob Graven zum Trainingsauftakt am 1. August in Friedrichshafen sein wird, das zeigt der Sommer. Für die Olympischen Spiele in Paris ist eigentlich Julian Zenger für den Mini-Zwölferkader gesetzt. „Ich dachte aber auch, dass ich gerade mit der B-Nationalmannschaft trainiere und nicht in Japan auf dem Feld stehe“, so Graven. „Deshalb einfach mal abwarten.“

(Vereinsmitteilung: VfB Friedrichshafen)