Der Württembergische Yacht-Club hat beim Saisonfinale in Berlin den Abstieg aus der 1. Segel-Bundesliga verhindert. Eine starke Aufholjagd sichert dem Team den Klassenerhalt.
Mit fünf Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz war der Württembergische Yacht-Club (WYC) als Tabellenfünfzehnter zum Saisonfinale nach Berlin gereist. Vom 15. bis 17. Oktober kämpfte die Mannschaft aus Friedrichshafen auf dem Wannsee um den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse. Ausrichter war der Verein Seglerhaus am Wannsee (VSaW).
Für den WYC gingen Simon Diesch am Steuer, Yannick Hafner in der Taktik, Felix Diesch am Trimm und Teammanager Carlo Schnetz auf dem Vorschiff an den Start.
Starker Auftakt bei schwierigen Windbedingungen
Am Donnerstag herrschten auf dem Wannsee schwierige Segelbedingungen. Der Wind erreichte selten mehr als sieben bis acht Knoten und wechselte häufig die Richtung. Nach einem verhaltenen Start steigerte sich die Crew deutlich und beendete den ersten Wettkampftag mit den Plätzen eins, zwei und eins. Damit rückte der Klassenerhalt bereits nach dem Auftakt in Reichweite.
Auch am Freitag blieb der Wind schwach, sodass lediglich drei Rennen ausgetragen werden konnten. Mit einem weiteren Laufsieg behauptete sich der WYC an diesem Spieltag im vorderen Drittel des Teilnehmerfeldes. Allerdings ließ die Mannschaft in einzelnen Situationen weitere Punkte liegen.
Im Abstiegskampf zeichnete sich unterdessen eine Veränderung ab. Der Düsseldorfer Yachtclub, der vor dem Finale auf dem rettenden Tabellenplatz 14 gelegen hatte, war aufgrund seiner konstant starken Ergebnisse kaum noch einzuholen. Stattdessen rückte der Klub am Rupenhorn aus Berlin in den Mittelpunkt. Die Berliner waren mit neun Punkten Vorsprung auf den WYC in das Saisonfinale gestartet.
Entscheidung fällt im letzten Rennen
Am Samstag frischte der Wind auf acht bis 14 Knoten auf. Für den WYC begann der entscheidende Wettkampftag zunächst mit zwei sechsten Plätzen. Damit wurde die Ausgangslage im Kampf gegen den Abstieg noch einmal schwieriger.
Die Crew aus Friedrichshafen steigerte sich jedoch und erreichte anschließend die Plätze zwei und vier. Im letzten Flight hing der Klassenerhalt schließlich auch vom Ergebnis der Berliner Konkurrenz ab.
Der Klub am Rupenhorn durfte in seinem letzten Rennen höchstens den fünften Platz erreichen, damit der WYC die Klasse halten konnte. Genau auf diesem Rang kam die Berliner Mannschaft ins Ziel.
Damit stand fest: Der Württembergische Yacht-Club beendet die Saison mit 71 Punkten auf Tabellenplatz 14 und liegt einen Punkt vor dem Klub am Rupenhorn, der das Finale auf dem letzten Platz abschloss.
Mit Rang acht beim Saisonfinale erzielte der WYC zugleich sein bestes Spieltagsergebnis der gesamten Saison. Damit wird die Mannschaft aus Friedrichshafen auch 2027 in der 1. Segel-Bundesliga antreten.
WYC-Präsident lobt die Mannschaft
WYC-Präsident Oswald Freivogel würdigte die Leistung der Crew nach dem erfolgreichen Klassenerhalt:
„Von einem Abstiegsplatz aus ins Finale zu gehen und dann drei Tage lang so konzentriert und ruhig zu segeln, verdient großen Respekt. Simon, Yannick, Felix und Carlo haben in jedem Rennen gekämpft und gezeigt, dass sie in die erste Liga gehören. Ich bin stolz auf diese Leistung“, sagt Freivogel.
(Quelle: Württembergischer Yacht-Club e.V.)