U23 der HSG Konstanz gibt Vorsprung aus der Hand

U23 der HSG Konstanz gibt Vorsprung aus der Hand
Trainer der U23 Vitor Baricelli. (Bild: Peter Pisa)

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In einem steten Auf und Ab verpasste es die U23 der HSG Konstanz in einigen Phasen, sich deutlicher abzusetzen und unterlag am Ende einem bravourös kämpfenden TV Weilstetten nach 29:30 kurz vor Schluss etwas unglücklich mit 29:33 (16:15)

Damit verpasste es die Zweitliga-Reserve, sich zwei ganz wichtige Zähler zu sichern und einen großen Schritt in Richtung grüne Zone der Oberliga Baden-Württemberg zu machen, aus der am Saisonende sechs Teams absteigen müssen. Eine Niederlage, die besonders wehtut, weil die HSG-Talente immer wieder auf einem guten Weg waren. Mehrmals schienen die zwei Big Points schon greifbar zu sein. Etwa, als das Perspektivteam richtig aufdrehte und mit höchstem Tempo binnen vier Minuten von 6:6 auf 11:6 stellte (14.). Doch genauso schnell ging es in die andere Richtung, als Weilstetten von 7:12 auf 11:12 nach rund 21 Minuten herankam.

So ging es über die ganze Spieldauer: Ein Auf und Ab für beide Mannschaften in einer teilweise wilden, hektischen Partie mit Fehlern auf beiden Seiten. Für Trainer Vitor Baricelli auch die größte Schwierigkeit in diesem Duell. „Wir haben es nicht geschafft, konstant zu spielen“, meinte er. „Es gab einfach zu viele Höhen und Tiefen. In einem Moment spielen wir zehn Minuten richtig gut, dann kommen Phasen, in denen alles zusammenkommt.“

Unglückliche Aktionen, Zeitstrafen, Fehler und einfache Gegenstoßtore. Von einem echten Lauf binnen weniger Minuten in einen totalen Negativlauf. Für beide Trainer war es eine Partie zum Haare raufen. Den Vorsprung verspielt hatte die HSG bereits kurz nach der Pause, nur um sich anschließend beim 23:19 nach 40 Minuten wieder auf bestem Wege zu den zwei Big Points zu befinden.

Doch wieder ließ Weilstteten nicht locker und ging in der 53. Spielminute das erste Mal nach der Anfangsphase wieder in Führung (27:26). Nach dem 27:27 kam es schließlich knüppeldick für die Gelb-Blauen: Erst wurde die Liste der Ausfälle nach der Disqualifikation nach der dritten Zeitstrafe für Jona Mauch noch länger, dann bot sich rund drei Minuten vor Schluss für Felix Fehrenbach im Tempogegenstoß die riesige Chance zum 29:29-Ausgleich.

Doch der Rechtsaußen traf den Gästetorhüter am Kopf, die Schiedsrichter sahen den Wurf als frei und den Torhüter nicht in der Bewegung und schickten ihn ebenfalls für zwei Minuten vom Feld. Konstanz ging nun all in und kam in Unterzahl zum 29:30-Abschlusstreffer durch Nico Koch. Danach öffnete sie mit offener Manndeckung komplett und kassierte noch drei weitere Gegentore in den letzten zwei Minuten.

Baricelli: „Wir haben alles gegeben, aber wenn du in diesen Momenten nicht da bist, ist es schwer. Das tut sehr weh, weil ich weiß, was die Jungs investieren und können.“ Der 26-jährige Basilianer schwor seine Mannschaft allerdings direkt auf einen letzten heißen Kampf in diesem Jahr am 26. Dezember um 17 Uhr bei der TGS Pforzheim ein.

(Vereinsmitteilung: HSG Konstanz / Andreas Joas)