Konstanzer U21 will „schnell wieder in Rhythmus kommen“

Luca Lebherz im Spiel gegen Kehl.
Luca Lebherz im Spiel gegen Kehl. (Bild: André Frensel)

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Nach zwei erfolgreichen Spielen in diesem Jahr wartet am Sonntag, 17 Uhr, in der Schänzle-Sporthalle die nächste Herausforderung. Gegner SG Kappelwindeck/Steinbach hat zuletzt mit einem Sieg gegen Ehingen ein Ausrufezeichen gesetzt – und für den Drittliga-Nachwuchs eine Chance auf ein weiteres Klettern in der Tabelle eröffnet.

Dass dies gegen starke Gäste, die mit drei Siegen in Folge ans Schänzle reisen werden, höchste Konzentration und einer guten Leistung bedarf, sollte nach dem 28:27-Sieg der SG gegen den TV Ehingen allen bewusst sein. Für die Konstanzer Youngster gilt es dabei nach dem spielfreien Wochenende schnell wieder in den Rhythmus zu kommen. Schließlich zeigte sich das Perspektivteam zuvor in großer Spiellaune und kam auf 49 beziehungsweise 37 erzielte Tore. So kam Vitor Baricelli die Pause nicht wirklich gelegen. „Wir wollen schnell wieder in unseren Rhythmus kommen“, erklärt der HSG-Coach. Gute Trainingseinheiten stimmen ihn jedoch zuversichtlich.

„Aber“, warnt er, „auf uns wartet eine gefährliche Aufgabe.“ Zumal der 27-Jährige, angetrieben von großem Ehrgeiz, jedes Spiel nicht nur als sehr wichtig, sondern auch wie ein Endspiel sieht. Die aktuell sportlich zweitbeste Punktausbeute der Liga ist dabei die eine Seite der Medaille, die andere die individuelle Entwicklung der jungen Talente. Dass diese mit der frühen Einbindung einiger A-Jugend-Bundesligaspieler sowie einiger regelmäßiger Trainingsgäste von U21-Spielern im Drittligateam mit einer guten Verzahnung und Durchlässigkeit gut funktioniert, zeigt sich an der deutlich gewachsenen Breite des Kaders und im Spiel der Konstanzer.

Offensiv sprechen 482 Tore in 14 Begegnungen für sich, die zuletzt hohe Anzahl der Gegentore relativiert Baricelli dabei etwas. Er sieht diese im Gesamtkontext mit dem extrem schnellen Spiele seiner jungen Mannschaft und dadurch vielen Angriffen auf beiden Seiten. Kein Team der Liga drückt dabei so sehr aufs Tempo wie die Gelb-Blauen und baut dabei auf seine spielerischen, athletischen und konditionellen Qualitäten. In den Augen des Brasilianers habe man sich auch defensiv entwickelt, zuletzt aber bewusst auf das Tempo gesetzt.

Dass die jüngste Mannschaft der Liga auch anders kann, hat sie etwa beim 31:26-Erfolg in Ehingen unter Beweis gestellt, wo Baricelli bewusst nicht auf Expressgeschwindigkeit gesetzt hatte, sondern das Tempo kontrollieren wollte. „Da waren wir cleverer, kompakter“, sagt er. „Gegen Steinbach brauchen wir wieder 100 Prozent, um unser Ziel zu erreichen.“

(Vereinsmitteilung: Andreas Joas, HSG Konstanz)