Die Behelfsbrücke an der L 277 ist erfolgreich über der Donau positioniert. Nach weiteren Arbeiten soll sie voraussichtlich Ende August für den Verkehr freigegeben werden.
Die rund 300 Tonnen schwere Stahlkonstruktion wurde mithilfe von zwei Kränen und eines sogenannten Vorbauschnabels Schritt für Schritt an ihren endgültigen Standort geschoben. Damit wurde beim Bau der Behelfsbrücke ein wichtiger Meilenstein erreicht.
Die Sanierung der Donaubrücke an der L 277 ist eine Baumaßnahme des Regierungspräsidiums Freiburg. Damit der Verkehr während der Bauzeit weiterhin über die Donau geführt werden kann und eine langwierige Umleitung vermieden wird, entsteht im Rahmen der Gesamtmaßnahme die Behelfsbrücke.
Rund 60 THW-Kräfte im Einsatz
Rund 60 ehrenamtliche Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW), darunter 45 Brückenbauer, sind maßgeblich am Aufbau und Einbau der Brücke beteiligt. Landrat Stefan Bär machte sich vor Ort ein Bild von den Arbeiten und dankte den Helferinnen und Helfern persönlich für ihren außergewöhnlichen Einsatz.
„Die Helferinnen und Helfer des THW leisten unter den hochsommerlichen Temperaturen großartige Arbeit. Was hier in den vergangenen Tagen entstanden ist, zeugt von hoher Fachkompetenz, beeindruckendem Teamgeist und großem ehrenamtlichem Engagement“, sagt Landrat Stefan Bär und hebt dabei vor allem den professionellen Auftritt sowie den reibungslosen Ablauf nicht nur der Brückenbauer, sondern auch der gesamten Organisation im Hintergrund hervor.
„Für das THW ist eine Baumaßnahme dieser Größenordnung eine wertvolle Übung, bei der Fähigkeiten unter realen Bedingungen trainiert und weiterentwickelt werden können. Für uns als Region ist dieser Einsatz gleichzeitig ein entscheidender Beitrag zum Gelingen der gesamten Brückensanierung. Allen Beteiligten gebührt mein herzlicher Dank und meine große Anerkennung für dieses außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement“, betont Landrat Stefan Bär.
Freigabe für Ende August geplant
Nach dem Einschub folgen Asphalt- und Markierungsarbeiten sowie die Anbindung an die bestehende Straße. Anschließend wird die Behelfsbrücke einem Belastungstest unterzogen, bevor sie voraussichtlich Ende August für den Verkehr freigegeben werden kann.
Danach kann der Abbruch der Bestandsbrücke beginnen. Der Abschluss der gesamten Baumaßnahme ist für Ende 2027 vorgesehen.
Behelfsbrücke kostet rund drei Millionen Euro
Die Kosten für die Behelfsbrücke in Höhe von rund drei Millionen Euro tragen das Land Baden-Württemberg, der Landkreis Tuttlingen und die Stadt Tuttlingen jeweils zu einem Drittel.
Nach Abschluss der Brückensanierung Ende 2027 wird die Behelfsbrücke wieder zurückgebaut. Sämtliche Bauteile werden anschließend an anderer Stelle erneut verwendet.
(Quelle: Landratsamt Tuttlingen)