Zwei Völker siedeln sich an Stadt Mengen fördert im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie ein Bienenprojekt

Stadt Mengen fördert im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie ein Bienenprojekt
Imker Max Braun hat die Bienenvölker im Blick und kümmert sich um sie. (Bild: Stadt Mengen)

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Es summt in der Fuhrmannsstadt, denn seit Kurzem gibt es zwei weitere Bienenvölker im Stadtgebiet. Die Stadtbienen GmbH kümmert sich um die Insekten.

Die Stadt Mengen hat seit Kurzem zwei weitere Bienenvölker. Sie sind an zwei Standorten entlang des Stadtgrabens angesiedelt worden. Ein Bienenstock befindet sich auf der Wiese vor dem Kinderhaus Mühlgässle, der andere steht am Flutkanal. Doch bevor es soweit war, musste zunächst eine Standortanalyse mit einem Imker durchgeführt werden, um geeignete Standorte mit optimalen Bedingungen zu ermitteln.

Mit diesem Projekt möchte die Stadt Mengen den Bienen ein ökologisches Zuhause bieten und dem Bienensterben entgegenwirken. Es soll die Biodiversität stärken und zum Erhalt der Artenvielfalt sowie zum Schutz der Honigbienen beitragen. Betreut werden die Bienen das ganze Jahr über von der Stadtbienen GmbH, diese werden auch Schnupperkurse zum Thema ökologisches Imkern anbieten.

Die beiden Bienenstöcke sind mit einer Plexiglasscheibe versehen und bieten den Passanten die Chance, einen Blick ins Innere zu werfen. Dafür gelten aber wichtige Regeln: Umsichtiges und ruhiges Verhalten ist eine Grundvoraussetzung für ein sicheres Arbeiten in der Nähe des Bienenvolkes. Vor dem Einflugloch bitte mindestens drei Meter Abstand halten, hinter der Bienen-Box ist ein Annähern risikolos möglich. Die Bienen-Box darf nur von dem betreuenden Imker der Stadtbienen GmbH geöffnet werden. Bitte keine Hand oder Gegenstände vor oder in das Einflugloch legen oder einschieben. Nicht auf die Bienen-Box trommeln oder schlagen. Stöße und Vibrationen können das Volk (insbesondere in der Winterruhe) erheblich stören.

Doch warum leben jetzt zwei Bienenvölker in Mengen?

Es gibt viele Gründe, Bienen zu halten. Über ein Drittel unserer Nahrung ist von deren Bestäubung abhängig, und ohne die Honigbienen wäre unsere Ernährung sehr einseitig. Es drohen massive Engpässe in der Nahrungsmitteproduktion, denn die Bienen produzieren nicht nur wertvollen Honig, sondern bestäuben alle Arten von Nutzpflanzen und Bäumen. Die Bestäubung der Frühjahrsblüher (Obst) ist fast zu 100 Prozent den Bienen zu verdanken, fasst die Nachhaltigkeitsbeauftragte Tanja Japs den wichtigen Beitrag der Insekten zusammen.

Bienen sind nicht aggressiv, daher sind Stiche durch Bienen sehr selten. Honigbienen sind sanftmütige und fleißige Sammlerinnen. Selbst eine Biene im Gesichtsumfeld sondiert normalerweise nur ihre Umgebung und verhält sich friedlich, sofern sie sich nicht angegriffen fühlt. Sie ernährt sich vegetarisch von Pollen und Nektar, aus dem sie auch den Honig gewinnt.

(Pressemitteilung: Stadt Mengen)