Qualitätsmanagement erfolgreich geprüft Hochschule in Weingarten erhält ISO-Zertifizierung

Hochschule in Weingarten erhält ISO-Zertifizierung
Die Arbeitsgruppe der Hochschule Ravensburg-Weingarten hat die Verwaltungsabläufe weiterentwickelt und damit die Grundlage für die erfolgreiche ISO-9001-Zertifizierung der Wissenschaftsadministration geschaffen. Ist dieses Gespräch bisher hilfreich? (Bild: Hannes Gilch)
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Die Hochschule Ravensburg-Weingarten hat ihre Wissenschaftsadministration nach ISO 9001 zertifizieren lassen. Die Prüfung gelang bereits im ersten Anlauf.

Zwischen April und Juni 2026 wurde die Wissenschaftsadministration der RWU Hochschule Ravensburg-Weingarten einem externen Zertifizierungsaudit unterzogen. Die Hochschule bestand die Prüfung nach der Norm DIN EN ISO 9001 im ersten Anlauf. Damit wurde das Qualitätsmanagement ihrer Verwaltung unabhängig geprüft und zertifiziert.

Während an Hochschulen häufig die Qualitätssicherung in Studium und Lehre im Mittelpunkt steht, hat die RWU ihren Fokus gezielt auf die Verwaltungsabläufe ausgeweitet.

„Wir haben nach der Akkreditierung des Lehrbetriebs ganz gezielt den Fokus auf das Qualitätsmanagement in der Administration gelegt. Dass wir nun bereits im ersten Anlauf die ISO-Zertifizierung geschafft haben, spricht für die gute Arbeit der vergangenen Jahre“, sagt RWU-Kanzler Henning Rudewig.

Verwaltungsabläufe systematisch verbessert

Bereits 2016 erreichte die Hochschule mit der Systemakkreditierung einen wichtigen Meilenstein im Qualitätsmanagement für Studium und Lehre. Anschließend rückten zunehmend Verwaltungsbereiche wie Personal, Finanzen und Beschaffung in den Mittelpunkt.

Ziel war es, Zuständigkeiten klar zu regeln, Informationen zuverlässig weiterzugeben und Abläufe auch bei Personalwechseln oder Vertretungen sicherzustellen.

Dafür entwickelte die RWU unter anderem eine hochschulweite Prozessübersicht und ein zentrales Prozessportal. Ein Arbeitskreis begleitete die Entwicklung. Die dokumentierten Verfahren sollen regelmäßig überprüft und verbessert werden.

Ein Beispiel ist die Beantragung von Dienstreisen. Der zuvor überwiegend papierbasierte beziehungsweise über unterschiedliche Wege abgewickelte Prozess wurde digital unterstützt, um Anträge einfacher und schneller bearbeiten zu können.

Auch das Prozessportal wurde überarbeitet. Unterschiedliche Ablagestrukturen, doppelt gespeicherte Dokumente und unklare Zuständigkeiten hatten Anpassungen erforderlich gemacht. Die Hochschule ordnete die Ablage neu, schränkte Berechtigungen ein und legte Verantwortlichkeiten für die Pflege der Inhalte fest.

Mitarbeiter profitieren von klaren Strukturen

Die neuen Abläufe sollen die Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungsbereichen erleichtern, Rückfragen reduzieren und wichtiges Wissen langfristig sichern. Besonders bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter oder bei Vertretungen können dokumentierte Prozesse hilfreich sein.

Nach Angaben von RWU-Kanzler Rudewig hat sich zudem der Umgang mit Problemen verändert. Statt ausschließlich nach individuellen Fehlern zu suchen, werde verstärkt geprüft, ob Zuständigkeiten oder Arbeitsabläufe verbessert werden können.

Auch die Beschäftigten bringen zunehmend eigene Verbesserungsvorschläge ein.

„Sie kennen die Abläufe und wissen, wo es in der Praxis hakt. Qualitätsmanagement kann nur funktionieren, wenn die Beschäftigten beteiligt sind und Verbesserungen gemeinsam entwickelt werden“, sagt Dr. Mareike Berger, Leiterin des Qualitätsmanagement-Teams.

Regelmäßige Prüfungen sollen Qualität sichern

Die Norm DIN EN ISO 9001 verlangt, dass Ziele, Verantwortlichkeiten und Prozesse nachvollziehbar geregelt und regelmäßig überprüft werden. Wie die Hochschule ihre Verwaltungsabläufe konkret gestaltet, entscheidet sie weiterhin selbst.

Mit der Zertifizierung ist die Qualitätsarbeit deshalb nicht abgeschlossen. Regelmäßige externe Prüfungen sollen sicherstellen, dass die festgelegten Verfahren dauerhaft eingehalten und weiterentwickelt werden.

„Entscheidend ist nicht, dass wir möglichst viele Prozesse dokumentiert haben. Entscheidend ist, dass die Abläufe im Alltag funktionieren und wir aus unseren Erfahrungen lernen“, betont Rudewig.

Eine leistungsfähige Hochschule brauche neben guter Lehre und Forschung auch eine Verwaltung, die diese zuverlässig unterstützt.

(Quelle: RWU)

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