Hilfe bei tierischen Konflikten Stadtjäger in Wangen hilft bei Wildtieren

Stadtjäger in Wangen hilft bei Wildtieren
Maximo Hemmerle ist ausgebildeter Stadtjäger und kann mit Rat und Tat helfen, wenn herrenlose Wildtiere auffallen. (Bild: Stadt Wangen / sum)
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Seit dem 1. Juli hat Wangen mit Maximo Hemmerle einen Stadtjäger. Er berät bei Konflikten mit Wildtieren und kann unter bestimmten Voraussetzungen eingreifen.

Eine neunmonatige Zusatzausbildung zu seinem Jagdschein qualifizierte Maximo Hemmerle für die besondere Aufgabe. Die zuständige Jagdbehörde erkannte ihn anschließend als Stadtjäger an.

Wenn Füchse, Dachse, Marder oder Rehe im städtischen Umfeld auffallen, weil sie krank sind oder Ärger bereiten, kann Hemmerle beraten. Sind die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt, darf er auch eingreifen. Im Vordergrund stehen für ihn jedoch Konfliktlösung und Prävention. Der Griff zur Waffe ist erst das allerletzte Mittel.

Nicht für jedes Tier zuständig

Nach dem Jagd- und Wildtiermanagementgesetz ist der Stadtjäger für Wildtiere zuständig. Anders als seine Kollegen im Wald muss er aufgrund seiner Zusatzqualifikation vor einem Eingriff im Stadtgebiet keine zusätzliche Genehmigung einholen.

Neben Fuchs, Dachs, Marder und Reh können auch Waschbär, Wildschwein oder Hase in seine Zuständigkeit fallen. Nicht eingreifen kann der Stadtjäger dagegen bei Haustieren, Igeln, Haustauben oder Greifvögeln.

Hemmerles Zuständigkeitsbereich umfasst das gesamte Stadtgebiet einschließlich aller Wangener Ortschaften. Bereits in seinen ersten Wochen hatte er einiges zu tun. „Vergangene Woche waren es allein elf Fälle“, sagt er. Die Meldungen kamen aus unterschiedlichen Teilen der Stadt.

Ein Grund dafür sei die derzeit unter Füchsen grassierende Räude. Die Krankheit ist hochansteckend und wird vor allem übertragen, wenn sich Füchse berühren oder Kontakt mit dem Bau eines erkrankten Tieres besteht. Auch Hunde können sich infizieren. Deshalb rät der Stadtjäger Hundebesitzern als Erstes, ihre Haustiere impfen zu lassen.

Eigene Fallen können rechtliche Folgen haben

Meist erreichten Hemmerle öffentliche Aufträge. Als Stadtjäger kann er jedoch auch Privatleute beraten und, wenn es notwendig und rechtlich einwandfrei ist, tätig werden.

Wer selbst Fallen aufstellt, kann dagegen mit dem Jagd- oder Naturschutzrecht in Konflikt geraten. Bereits der Fang eines Wildtieres oder das Aufstellen einer Falle ohne die notwendige fachliche Kompetenz erfüllt den Tatbestand der Wilderei. Werden Fallen aufgestellt, während Tiere Nahrung für ihren Nachwuchs beschaffen, können zudem Verstöße gegen das Naturschutzgesetz vorliegen. Beides ist mit hohen finanziellen Strafen bis hin zu drei Jahren Freiheitsstrafe bewehrt.

Bei einem herrenlosen Tier, das auf dem eigenen Grundstück Ärger bereitet, empfiehlt sich deshalb die Kontaktaufnahme mit dem Stadtjäger. „Die Erstberatung ist kostenlos“, sagt Maximo Hemmerle. „Und sehr oft kann man in einem Telefonat schon die wichtigsten Dinge klären.“

Ist tatsächlich ein Eingreifen notwendig, wird je nach Aufwand eine gestaffelte Gebühr fällig. Darüber informiert Hemmerle bereits bei der Erstberatung. „Allerdings ist der Stadtjäger nicht verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen“, sagt Maximo Hemmerle. Vor einem Eingriff wägt er unter anderem ab, ob Schonzeiten oder der Muttertierschutz gelten oder andere Gründe dagegensprechen.

Siedlungen bieten Wildtieren viel Nahrung

Dass dem Stadtjäger auf absehbare Zeit die Arbeit ausgeht, ist kaum zu erwarten. Das Nahrungsangebot in Siedlungen ist höher und meist leichter erreichbar als in der freien Natur. Das Phänomen ist inzwischen vor allem aus Großstädten bekannt. Allein in München gebe es neun Stadtjäger, sagt Hemmerle.

Auch beruflich beschäftigt er sich mit Wildtieren. In seinem Hauptberuf arbeitet Hemmerle am Flughafen Memmingen an Bauprojekten und Landschaftsarchitektur und kümmert sich dort ebenfalls um das Wildtiermanagement.

Wer Unterstützung des Stadtjägers benötigt, erreicht Maximo Hemmerle telefonisch unter 0176 31654310 oder per E-Mail an [email protected].

(Quelle: Stadt Wangen)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.
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