New Work in der Pflege Babys begleiten Pflegekräfte in Ulm und Vogt

Babys begleiten Pflegekräfte in Ulm und Vogt
Linus ist gern gesehen im Olga und Josef Kögel Haus. Zufrieden liegt er auf seiner Decke und beobachtet alles, was um ihn herum passiert. (Bild: Stiftung Liebenau)
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In Pflegeheimen der Stiftung Liebenau können Mitarbeitende ihre Babys mit zur Arbeit bringen. Das New-Work-Konzept soll so Beruf und Familie besser verbinden.

Im Olga und Josef Kögel Haus in Ulm gehörte Baby Linus bereits regelmäßig zum Arbeitsalltag. Seine Mutter Christiane Vogel, stellvertretende Pflegedienstleiterin, war wenige Monate nach seiner Geburt in den Beruf zurückgekehrt und brachte ihren Sohn mit ins Büro.

Möglich machte dies das New-Work-Konzept in den Häusern der Pflege. Es basiert auf klaren Zuständigkeiten, verbindlichen Kommunikationswegen und einem multiprofessionellen Alltagsteam. Aufgaben werden entsprechend dem Qualifikationsmix verteilt, sodass Mitarbeitende ihren Arbeitsalltag selbstorganisiert gestalten können. Gleichzeitig soll die Qualität der Pflege nicht beeinträchtigt werden.

Baby Linus begleitet seine Mutter

Linus zeigte sich nach Angaben der Stiftung ruhig, neugierig und offen gegenüber den Bewohnern. Auch die Kollegen bezogen ihn in die Pausen ein. Für Vogel halfen klare Strukturen und Prioritäten dabei, ihre Führungsaufgaben mit der Elternschaft zu verbinden.

Auch bei anspruchsvollen Situationen wie Audits oder Besuchen des Medizinischen Dienstes war ihr Sohn dabei. „Unser letzter Bericht des Medizinischen Dienstes ist sogar noch besser ausgefallen als bisher – und das trotz meinem Kind“, so Vogel.

Auch in Vogt kommt ein Baby mit

Ein ähnliches Modell nutzte Pflegefachkraft Mary La Mendola im Haus der Pflege St. Antonius in Vogt im Landkreis Ravensburg. Sie brachte ihre kleine Tochter Sofia mit zur Arbeit. Dadurch konnte sie nach Mutterschutz und Auszeit wieder schrittweise in den Beruf einsteigen.

Einrichtungsleiterin Barbara Birnbaum begrüßte diese Möglichkeit. „Sofia ist so lieb, die Bewohner sind hin und weg von der Kleinen. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Wir haben ihr sogar schon einen Laufstall aufgestellt, damit sie uns und wir sie sehen können. Gerade das Know-how, das junge Mütter mitbringen, muss bei uns bleiben und darf nicht abwandern, nur weil die Arbeitsbedingungen zu starr sind.“

Modell ist nicht für jeden Arbeitsplatz geeignet

Dass sich die Mitnahme eines Kindes nicht auf jede Tätigkeit übertragen lässt, wird auch in den Einrichtungen berücksichtigt. Wo es der Arbeitsplatz ermöglicht und Mitarbeitende es sich ausdrücklich wünschen, soll das Modell jedoch unterstützt werden. Das New-Work-Konzept schafft dafür den organisatorischen Rahmen.

Für Christiane Vogel wird diese Form der Vereinbarkeit noch einige Monate zum Alltag gehören. Linus soll seine Mutter weiterhin begleiten, bevor er in die Krippe kommt. Auch Vogels zwölfjährige Tochter Amelie besucht das Olga und Josef Kögel Haus bereits seit ihrer frühen Kindheit regelmäßig.

Die Begegnungen mit Kindern und Jugendlichen werden nach Angaben der Einrichtung auch von den Bewohnern geschätzt. „Dies ist ein Bestandteil des Hauses, der zeigt, dass Pflegeeinrichtungen Orte des Miteinanders sein können“, meint auch Einrichtungsleiterin Carolyn Thomas.

(Quelle: Stiftung Liebenau)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.