Gemeinsam ins Ausbildungsjahr Ausbildungsstart im Wald: BBW Ravensburg geht neue Wege

Ausbildungsstart im Wald: BBW Ravensburg geht neue Wege
Bei den Waldtagen des Berufsbildungswerks der Stiftung Liebenau starten junge Menschen gemeinsam in Berufsvorbereitung und Ausbildung. (Bild: Stiftung Liebenau)
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Für rund 200 junge Menschen begann das Ausbildungsjahr im BBW Ravensburg mit erlebnispädagogischen Waldtagen. Dabei standen Teamgeist, Vertrauen und persönliche Stärken im Mittelpunkt.

Gemeinsam knifflige Aufgaben lösen, den richtigen Weg finden, Feuer machen und im Freien Essen zubereiten: Mit diesen Aktivitäten starteten rund 200 junge Menschen im Berufsbildungswerk Adolf Aich der Stiftung Liebenau (BBW) in ihr neues Berufsvorbereitungs- oder Ausbildungsjahr. Die sogenannten Waldtage sollen nicht nur das Kennenlernen erleichtern, sondern auch die individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse der Teilnehmer sichtbar machen.

Vertrauen aufbauen und Stärken erkennen

In kleinen Gruppen verbrachten die jungen Menschen gemeinsam mit Ausbildern sowie Fachkräften aus Pädagogik, Psychologie und Case Management einen Tag außerhalb des gewohnten Ausbildungsumfelds. Das Case Management übernimmt dabei die persönliche Ausbildungsbegleitung.

Bei den erlebnispädagogischen Aufgaben waren Teamgeist, Kommunikation, Kreativität und gegenseitiges Vertrauen gefragt. Die Jugendlichen konnten sowohl einander als auch die Fachkräfte kennenlernen, die sie in den kommenden Monaten und Jahren begleiten werden.

Gleichzeitig boten die Waldtage den Mitarbeitern die Möglichkeit, die Teilnehmer außerhalb der üblichen Schul- und Arbeitssituation zu erleben. Dabei ging es unter anderem darum, individuelle Stärken zu erkennen, das Verhalten innerhalb der Gruppe zu beobachten und möglichen Unterstützungsbedarf festzustellen.

Warum der Wald eine wichtige Rolle spielt

„Der Wald spielt dabei eine ganz große Rolle“, sagt Erlebnispädagoge Dietrich „Didi“ Broß. Er hat die Waldtage am BBW initiiert und organisiert sie gemeinsam mit verschiedenen Fachbereichen.

Auch Sozialpädagogin Jutta Uhlhaas betont die Bedeutung des Gemeinschaftserlebnisses. Sich gegenseitig zu ermutigen, Vertrauen aufzubauen und Unterstützung zu erfahren, seien wichtige Wirkfaktoren der erlebnispädagogischen Waldtage. Hinzu komme das entschleunigte Naturerlebnis.

Individuelle Förderung über die Ausbildung hinaus

Das Berufsbildungswerk Adolf Aich unterstützt junge Menschen mit besonderem Förderbedarf auf ihrem Weg in die Arbeitswelt. Neben der Vermittlung beruflicher Fähigkeiten stehen dabei die persönliche und soziale Stabilisierung sowie die individuelle Entwicklung im Mittelpunkt.

Dafür arbeiten psychologische und pädagogische Fachkräfte, Ausbilder und das Case Management eng zusammen. Die Waldtage sind ein Bestandteil dieses Ansatzes.

Wer gemeinsam mit anderen Herausforderungen bewältigt, sich neue Aufgaben zutraut oder Hilfe annimmt, sammelt Erfahrungen, die auch für die weitere Entwicklung wichtig sein können. Die Beobachtungen der Fachkräfte während der Waldtage fließen deshalb in die anschließende individuelle Begleitung der jungen Menschen ein.

(Quelle: Stiftung Liebenau)

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