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Einblicke in den Klinikalltag 65 Medizinstudierende absolvieren Praktikum in Weißenau

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65 Medizinstudierende der Universität Ulm sammelten bei ihrem zweiwöchigen Blockpraktikum am ZfP-Standort Weißenau praktische Erfahrungen in der Psychiatrie und Psychotherapie.
65 Medizinstudierende der Universität Ulm sammelten bei ihrem zweiwöchigen Blockpraktikum am ZfP-Standort Weißenau praktische Erfahrungen in der Psychiatrie und Psychotherapie. (Bild: Stefan Angele)

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65 Medizinstudierende der Universität Ulm haben ein zweiwöchiges Praktikum am ZfP-Standort Weißenau absolviert. Dabei erhielten sie Einblicke in die psychiatrische Versorgung.

Im Mittelpunkt des Blockpraktikums im Herbst standen neben Vorlesungen und Seminaren vor allem praktische Erfahrungen im Klinikalltag. Die angehenden Ärzte lernten unterschiedliche psychiatrische Fachbereiche, Behandlungsmethoden und Therapieangebote kennen.

In Kleingruppen besuchten die 65 Teilnehmer verschiedene Stationen. Dazu gehörten die Allgemeinpsychiatrie, Gerontopsychiatrie, Suchtmedizin sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie. Auch Ergo-, Kunst- und Musiktherapie waren Bestandteil des zweiwöchigen Programms.

Direkter Kontakt mit Patienten

Ein Schwerpunkt der Ausbildung lag auf dem persönlichen Austausch mit Patienten. Unter fachlicher Anleitung führten die Studierenden psychiatrische Gespräche, übten die Erhebung psychischer Befunde und besprachen diagnostische Einschätzungen sowie mögliche Behandlungen.

Darüber hinaus führten sie eigenständig psychiatrische Untersuchungen und Gespräche durch. Auf dieser Grundlage verfassten sie einen ärztlichen Entlassbericht, den sie zum Abschluss in einer mündlichen Prüfung vorstellten.

Auch in den Vorlesungen beteiligten sich die Teilnehmer intensiv. „Die Studierenden bringen bereits ein sehr gutes Fachwissen mit und stellen fundierte Fragen, häufig auch über die Veranstaltungen hinaus“, berichtete Lehrbeauftragter Paul Frank. Die Rückfragen seien teilweise auch durch persönliche Interessen und Erfahrungen geprägt.

Ausbildung in Weißenau hat lange Tradition

Bereits seit 1973 absolvieren Medizinstudierende der Universität Ulm Blockpraktika am ZfP-Standort Weißenau. Neben der fachlichen Ausbildung spielt dabei auch der Austausch unter den Teilnehmern eine Rolle.

Ein Student berichtete, dass er sich aufgrund positiver Erfahrungen aus höheren Semestern bewusst für das Praktikum in Weißenau entschieden habe. Seine Erwartungen hätten sich erfüllt. Besonders schätze er die gemeinsamen Unternehmungen und Gespräche mit seinen Kommilitonen außerhalb der Unterrichtszeiten.

Studierende gewinnen traditionelles Fußballspiel

Zum festen Bestandteil des Praktikums gehört ein Fußballspiel zwischen den Studierenden und Mitarbeitern des ZfP. Bei der diesjährigen Begegnung gingen die Ulmer bereits nach zehn Minuten in Führung. Die Gastgeber glichen jedoch schnell aus und lagen zur Halbzeit mit 2:1 vorne.

Nach dem Seitenwechsel drehten die Studierenden das Spiel erneut und gewannen schließlich mit 5:4. Beim gemeinsamen Abschlussabend im Personalcasino erhielten sie als Trophäe ein handgefertigtes Schwein aus der Ergotherapie. Die ungewöhnliche Auszeichnung hat eine lange Tradition, deren genauer Ursprung inzwischen nicht mehr bekannt ist.

Zum Abschluss dankte Prof. Dr. Iris Tatjana Graef-Callies allen Beteiligten, darunter den Dozenten, Referenten, Stationsteams, Patienten sowie dem Organisations-, Küchen- und Veranstaltungsteam.

Die Ärztliche Direktorin der Klinik I für Psychiatrie und Psychotherapie und Leiterin des Zentralbereichs Forschung und Lehre des ZfP Südwürttemberg betonte dabei die Bedeutung eines respektvollen Umgangs mit psychisch erkrankten Menschen.

„In der Psychiatrie geht es nicht allein um medizinisches Wissen, sondern auch um die Haltung gegenüber den Menschen. Die Patienten dürfen niemals auf ihre Erkrankung reduziert werden, sondern müssen stets in ihrer Ganzheit wahrgenommen werden.“

(Quelle: ZfP Südwürttemberg)

Schlagwörter

Transparenz

Erstmals veröffentlicht
22.10.2026, 15:27 Uhr

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