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Geschätzt 100.000 Euro Sachschaden: Wohnungsbrand in Lindau

Lesezeit 3 Minuten
Zum Brand einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus kam es am Donnerstagmorgen in der Lindauer Leiblachstraße.
Zum Brand einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus kam es am Donnerstagmorgen in der Lindauer Leiblachstraße. (Bild: Davor Knappmeyer)

Lindau – Am Donnerstagvormittag um 09:20 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Allgäu den Löschzug Hauptwache und die Hauptamtliche Wachbesatzung mit dem Stichwort „Brand – Zimmer“ in der Leibachstraße.

Bei Eintreffen des Einsatzleiters schlugen die Flammen unter starker Rauchentwicklung aus dem Fenster der Wohnung im ersten Obergeschoss.

Flammen schlugen aus dem Fenster der Wohnung.
Flammen schlugen aus dem Fenster der Wohnung. (Bild: Feuerwehr Lindau)

Eine Person gab bei der Befragung des Einsatzleiters an, dass sich keine Menschen mehr im Objekt befinden würden. Da dies nicht sicher bestätigt werden konnte und um auf weitere Atemschutzgeräteträger zugreifen zu können, wurde umgehend der Löschzug West nachgefordert.

Parallel dazu wurde sofort ein Trupp unter schwerem Atemschutz mit einem Rohr in die Brandwohnung entsandt. Während der Löschmaßnahmen verschafften sich
weitere Trupps Zugang zu den Nachbarwohnungen und dem Dachraum zur Kontrolle. So konnte schnell sicher ausgeschlossen werden, dass sich noch Personen im Objekt befanden. Außerdem erfolgte eine Kontrolle der Außenwand sowie des Dachstuhls über die Drehleiter.

Die Einsatzkräfte verschafften sich mittels Drehleiter einen Überblick über Außenwand und Dachstuhl.
Die Einsatzkräfte verschafften sich mittels Drehleiter einen Überblick über Außenwand und Dachstuhl. (Bild: Davor Knappmeyer)

Steckleitern wurden als zweiter Rettungsweg für den Angriffstrupp bereitgestellt. Durch die rasch eingeleiteten Brandbekämpfungsmaßnahmen konnte eine Ausbreitung des Feuers in die darüber liegende Wohnung verhindert werden. Etwa zwanzig Minuten nach der Alarmierung war der Brand unter Kontrolle, nach weiteren zehn Minuten gelöscht.

Es schlossen sich Nachlöscharbeiten und die Belüftung des Brandobjektes an. Zudem hielten sich die Einsatzkräfte zur Unterstützung der Ermittlungsarbeiten
der Polizei bereit.

Mehrere Kräfte waren während des Einsatzes vor Ort.
Mehrere Kräfte waren während des Einsatzes vor Ort. (Bild: Davor Knappmeyer)

Die vom Brand betroffene Wohnung ist derzeit nicht bewohnbar. In die darüberliegende Wohnung im zweiten Obergeschoss war Brandrauch durch
geöffnete Fenster eingedrungen. Die anderen Wohnungen des Gebäudes wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen. Der Treppenraum konnte durch die Feuerwehr weitestgehend rauchfrei gehalten werden. Durch gezielte Brandbekämpfung konnte ein Wasserschaden in der Wohnung unterhalb vermieden werden.

Die Wohnung ist derzeit nicht bewohnbar - sämtliche Einrichtungsgegenstände wurden vollständig verbrannt.
Die Wohnung ist derzeit nicht bewohnbar – sämtliche Einrichtungsgegenstände wurden vollständig verbrannt. (Bild: Davor Knappmeyer)

Ein junger Anwohner hatte noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr versucht, den Brand mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen. Wegen der starken
Rauchentwicklung in der Brandwohnung ließ er hiervon ab ohne sich in Gefahr zu bringen und schloss geistesgegenwärtig die Wohnungstür, was den Treppenraum vor Verrauchung schützte. Zudem alarmierte er vorbildlich alle Bewohner des Mehrfamilienhauses, sodass sich diese rechtzeitig selbst in Sicherheit bringen
konnten.

Beengte Platzverhältnisse sowie eine Vielzahl von Personen, die sich vor dem Brandobjekt in der Rauchwolke aufhielten, erschwerten zunächst die Maßnahmen
der Feuerwehr.

Nach über zwei Stunden konnte der Einsatz beendet werden.
Nach über zwei Stunden konnte der Einsatz beendet werden. (Bild: Davor Knappmeyer)

Nach abschließender Kontrolle der Brandwohnung auf eventuelle Glutnester, konnte der mehr als zwei Stunden dauernde Einsatz abgeschlossen werden. Die
Lindauer Feuerwehr war mit neun Fahrzeugen und rund 50 Mann im Einsatz. Vor Ort waren auch Kräfte des Rettungsdienstes, der Polizei, den Stadtwerken Lindau, ein Fachberater des THW Lindau, sowie Mitarbeiter der städtischen Wohnungsbaugesellschaft.

Es kam zu Verkehrsbehinderungen in der Bregenzer Straße und der Leiblachstraße.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungsarbeiten aufgenommen.

(Pressemitteilung: Feuerwehr Lindau/Bodensee)

Schlagwörter

Transparenz

Erstmals veröffentlicht
01.07.2021, 22:31 Uhr

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