Wasserschutzpolizei Friedrichshafen: Verstöße bei Anglern aufgedeckt

Wasserschutzpolizei Friedrichshafen: Verstöße bei Anglern aufgedeckt
Mehrfache Verstöße: Angler aus Italien erwartet Anzeigen // Symbolbild. (Bild: Pixabay)

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Nicht ganz so genau mit den Vorschriften am Bodensee nahmen es zwei Italienische Männer am beim Angeln am Montag, 30. Oktober.

Die 31- und 32-jährigen Männer waren eigens zum Zweck des Angelns aus Italien nach Fischbach an den Bodensee gereist. Um ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen, ließen sie am Montagmorgen drei Boote zu Wasser, fuhren auf den See hinaus und legten insgesamt acht Angelruten aus.

Dies beobachtete ein Fischereiaufseher des Regierungspräsidiums Tübingen und kontrollierte die beiden Angler, denn pro Person wären höchstens zwei Angelruten zulässig gewesen. Doch bei diesem einen Verstoß gegen die Bodenseefischereiverordnung sollte es nicht bleiben. Der Fischereiaufseher verständigte deshalb die zuständige Wasserschutzpolizei Friedrichshafen. Diese nahm daraufhin das Vorhaben der Angler und die Boote genauer unter die Lupe.

Das Ergebnis der Kontrolle: Alle drei Boote der beiden Italiener wiesen keine Zulassung für den Bodensee auf. Mangels Patent hätte auch eines der drei Boote von den Männern gar nicht gesteuert werden dürfen. Erlaubt ist das Angeln in Deutschland nur mit einer Erlaubnis, doch auch gültige Angelerlaubnisscheine besaßen die beiden nicht. Die zwei Angler werden nun zur Anzeige gebracht.

Für die Fische nahm die Kontrolle übrigens ein glückliches Ende. Die Männer hatten ursprünglich vor, große Karpfen zu angeln, damit vor der Kamera zu posieren und die Tiere anschließend wieder frei zu lassen. Was sich im ersten Moment vielleicht harmlos anhört, ist allerdings Tierquälerei und wäre ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Da die Kontrolle aber noch rechtzeitig erfolgte und die Männer gestoppt wurden, kam kein Fisch zu Schaden.

(Pressemitteilung: Polizeipräsidium Ravensburg)