Neue Temporegelung Tempo 40 kommt auf 22 Straßen in Friedrichshafen

Tempo 40 kommt auf 22 Straßen in Friedrichshafen
Auf 22 Hauptverkehrsstraßen in Friedrichshafen soll künftig ganztägig Tempo 40 gelten. Die neue Regelung soll in den kommenden Wochen schrittweise umgesetzt werden. (Symbolbild: BitsAndSplits / iStock / Getty Images Plus)
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Auf 22 Hauptverkehrsstraßen in Friedrichshafen soll künftig ganztägig Tempo 40 gelten. Die Regelung soll Lärmschutz, Feuerwehr und Stadtbusverkehr berücksichtigen.

Der Gemeinderat hat die neue Bewertung der verkehrsrechtlichen Maßnahmen aus dem Lärmaktionsplan Stufe 4 am Montag, 5. Oktober, zur Kenntnis genommen. Die neuen Geschwindigkeitsbeschränkungen sollen in den nächsten Wochen schrittweise ausgeschildert und spätestens zum Fahrplanwechsel des Stadtverkehrs zum Jahresende umgesetzt werden.

Betroffen sind die Äußere Ailinger Straße, Ailinger Straße, Albrechtstraße, Eberhardstraße, Eckenerstraße, Ehlersstraße, Flugplatzstraße, Goethestraße, Henri-Dunant-Straße, Hochstraße, Jettenhauser Straße, Keplerstraße, Löwentaler Straße, Maybachstraße, Meistershofener Straße, Montfortstraße, Mühlöschstraße, Paulinenstraße, Ravensburger Straße, Teuringer Straße, Waggershauser Straße und Zeppelinstraße. Dort soll aus Lärmschutzgründen ganztägig Tempo 40 statt Tempo 30 ganztägig oder nachts angeordnet werden.

Die Karte zeigt die Hauptverkehrsstraßen in Friedrichshafen, auf denen künftig ganztägig Tempo 40 gelten soll. Die betroffenen Straßenabschnitte sind farblich hervorgehoben.
Die Karte zeigt die Hauptverkehrsstraßen in Friedrichshafen, auf denen künftig ganztägig Tempo 40 gelten soll. Die betroffenen Straßenabschnitte sind farblich hervorgehoben. (Karte: Stadt Friedrichshafen)

Tempo 30 hätte Folgen für die Feuerwehr

Grundlage ist eine erneute Bewertung der Maßnahmen aus dem Lärmaktionsplan Stufe 4. Diesen hatte der Gemeinderat am 20. Oktober 2025 beschlossen und die Verwaltung beauftragt, die vorgesehenen Geschwindigkeitsbeschränkungen möglichst zeitnah, spätestens zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026, umzusetzen.

Anschließend wurden die Auswirkungen auf die Eintreffzeiten der Feuerwehr und den Busverkehr detaillierter untersucht. Demnach hätte eine flächendeckende Ausweisung von Tempo 30 im Kernstadtbereich erhebliche Auswirkungen auf die Hilfsfristen der Feuerwehr, wenn die Feuerwache nicht hauptamtlich besetzt ist.

Der Grund: Ehrenamtliche Feuerwehrkräfte müssen auf dem Weg zur Feuerwache die Geschwindigkeitsbegrenzungen einhalten. Bei flächendeckendem Tempo 30 könnte die Feuerwehr laut Untersuchung in bis zu 108 von 168 Wochenstunden die Hilfsfristen im Kernstadtbereich nicht mehr einhalten.

Bis zu sechs Minuten längere Busfahrten

Auch beim Stadtverkehr wurden mögliche Auswirkungen untersucht. Die Analyse ergab Fahrzeitverlängerungen von bis zu sechs Minuten je Fahrt und Richtung. Hinzu kämen ein geschätzter Mehraufwand von sechs Prozent, mögliche Anschlussverluste sowie der Bedarf an zusätzlichen Fahrzeugen und höhere Personalkosten.

Die Straßenverkehrsbehörde hat die Maßnahmen deshalb neu bewertet. Der Kooperationserlass Lärmaktionsplanung des Landes Baden-Württemberg ermöglicht auch Tempo 40, wenn andere Belange wie die Verkehrsfunktion einer Straße gegen eine Reduzierung auf Tempo 30 sprechen. Eine solche Maßnahme kann auch bei einer Lärmminderung von weniger als 3 dB(A) Ergebnis der Abwägung sein.

Nach umfangreicher Diskussion im Finanz- und Verwaltungsausschuss wurde die von der Verwaltung vorgeschlagene Änderung auf Tempo 40 für die ausgewählten Straßenabschnitte zur Kenntnis genommen. Auf den übrigen Straßenbereichen im Stadtgebiet werden die Geschwindigkeitsbeschränkungen entsprechend dem Lärmaktionsplan Stufe 4 umgesetzt.

Weitere Informationen und die Vorlagen zu den aktuellen öffentlichen Sitzungen des Gemeinderates und der Ausschüsse gibt es unter www.sitzungsdienst.friedrichshafen.de.

(Quelle: Stadt Friedrichshafen)

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