An drei Standorten in Tuttlingen ersetzen Unterflur-Container bereits klassische Glascontainer. Nach guten Erfahrungen sollen weitere Plätze folgen.
Im Stadtbild sind von den neuen Behältern lediglich abgerundete Einwurfschächte zu sehen. Der eigentliche Glascontainer befindet sich unter der Erde. „Es gibt deutlich weniger Müll und Dreck – und es sieht einfach viel besser aus“, sagt Fachbereichsleiterin Anna Sucheta-Bock.
An herkömmlichen Altglascontainern sorgte vor allem abgestellter Müll regelmäßig für Ärger. Waren die Behälter voll, wurden häufig kartonweise Flaschen daneben oder darauf abgestellt. Nach Regen quollen die Kartons auf, später kam oftmals weiterer Müll hinzu.
Unterflur-Container verhindern Ablagerungen
Bei den unterirdischen Behältern wurde dieses Problem bislang nicht festgestellt. „Da fehlen vermutlich einfach die Ablageflächen – und es ist ja auch alles einsichtiger, so dass man sich das weniger traut“, mutmaßt Sucheta-Bock.
Drei Standorte im Tuttlinger Stadtgebiet waren bereits mit dem Unterflur-System ausgestattet: die Finkenstraße, Thiergarten zwischen Bertha-von-Suttner-Platz und Plettenbergstraße sowie der Parkplatz Steinewasen bei der Karlschule. Dort waren die neuen Container erst jüngst im Zuge der Neugestaltung der Uhlandstraße eingebaut worden.
Insgesamt gibt es rund 20 Containerstandorte im Stadtgebiet. Aufgrund der guten Erfahrungen sollen weitere davon sukzessive umgerüstet werden. Geplant ist dies vor allem dort, wo das jeweilige Umfeld ohnehin umgebaut wird und Erdarbeiten anstehen.
Rund 60.000 Euro pro Standort
Die Verbindung mit anderen Baumaßnahmen senkte die Kosten für den Austausch. Ohne ohnehin anstehende Tiefbauarbeiten kostete ein Unterflur-Container rund 20.000 Euro pro Behälter. Da für Grün-, Braun- und Weißglas jeweils ein eigenes Behältnis benötigt wird, musste die Stadt pro Standort rund 60.000 Euro investieren.
Bei einem herkömmlichen Containerplatz ist der Aufwand für die Stadt deutlich geringer. Sie muss lediglich eine befestigte Fläche zur Verfügung stellen. Alles Weitere übernehmen der Landkreis und das von ihm beauftragte Entsorgungsunternehmen.
Als Nächstes ist geplant, die Container in der Weimar-/Donaustraße sowie in der Nähe des künftigen Edeka-Marktes unter die Erde zu verlegen.
(Quelle: Stadt Tuttlingen)