Digitale Entwicklung im Krankenhaus SRH-Klinikum Sigmaringen bei Digitalisierung über Bundesschnitt

SRH-Klinikum Sigmaringen bei Digitalisierung über Bundesschnitt
(v.r.) Sven Schönfeld, Geschäftsführer SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen, Andrea Bias. Leitung Changemanagement, Kati Korzius, Super KeyUser, Joel Maier, Super KeyUser, Felix Kopp, Leiter Digitale Transformation, Matthias Haiß, Digitale Transformation, Marcel Geißler, IT-Kooerdinator (Bild: SRH Klinikum Sigmaringen)
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Das SRH-Klinikum Sigmaringen liegt bei der Digitalisierung über dem Bundesdurchschnitt der teilnehmenden Krankenhäuser. Mehr als sieben Millionen Euro wurden investiert.

Die dritte und abschließende Erhebung des bundesweiten DigitalRadar zeigt, wie weit die digitale Entwicklung am SRH-Klinikum Sigmaringen vorangeschritten ist. Insgesamt nahmen 1.531 Krankenhäuser an der Erhebung teil. Im Vergleich der teilnehmenden Einrichtungen erreicht das Klinikum einen überdurchschnittlichen Digitalisierungsgrad.

In den vergangenen drei Jahren investierten die SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen mehr als sieben Millionen Euro in die Modernisierung ihrer IT-Infrastruktur und die Digitalisierung von Patientenprozessen. Davon stammen 5,7 Millionen Euro aus dem Krankenhauszukunftsfonds (KHZF) des Bundes und des Landes. Den verbleibenden Betrag finanzierten die Kliniken aus eigenen Mitteln.

Digitale Anwendungen erleichtern den Klinikalltag

Zu den bereits eingeführten Anwendungen gehören die digitale Patientenkurve, die elektronische Dokumentation sowie digitale Visiten- und Arbeitsprozesse. Auch Vital- und Messwerte werden digital erfasst. Hinzu kommen Anwendungen zur Unterstützung der Medikation.

Durch die digitalen Lösungen stehen wichtige Informationen strukturiert, aktuell und schnell zur Verfügung. Mitarbeitende können Daten ortsunabhängig abrufen, Mehrfachdokumentationen werden reduziert und Arbeitsabläufe besser aufeinander abgestimmt.

„Unser Ziel war nie, Digitalisierung um ihrer selbst Willen einzuführen. Entscheidend ist, ob eine Anwendung im Alltag wirklich hilft – den Mitarbeitenden ebenso wie unseren Patientinnen und Patienten“, sagt Felix Kopp, Leiter der Digitalen Transformation der SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen.

Die digitalen Anwendungen erleichtern zudem die Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Pflegekräften, Therapeuten, Management und weiteren Berufsgruppen. Behandlungsprozesse lassen sich besser koordinieren und Entscheidungen auf einer verlässlichen Datengrundlage treffen.

Für die Mitarbeitenden bedeutet das weniger unnötige Zwischenschritte, weniger Papier und weniger doppelte Dokumentation. Die dadurch entstehenden Freiräume sollen der persönlichen Betreuung und Versorgung der Patienten zugutekommen.

Digitale Medikamentengabe soll Patientensicherheit erhöhen

Auch bei der Patientensicherheit spielen digitale Anwendungen eine wichtige Rolle. Vital- und Messwerte können direkt in der elektronischen Patientenakte dokumentiert werden. Zusätzliche Übertragungsschritte entfallen, Informationen stehen schneller zur Verfügung und Veränderungen im Gesundheitszustand können frühzeitig erkannt werden.

Ein weiterer Bestandteil ist die digitale Unterstützung des Medikationsprozesses mit Flycycle Vision. Mithilfe einer barcodegestützten Identifikation und digitaler Prüfmechanismen werden die einzelnen Schritte der Medikamentengabe zusätzlich abgesichert.

Die Anwendungen sollen das Klinikpersonal dabei unterstützen, Verwechslungen zu vermeiden und die Sicherheit der Patienten zu erhöhen.

Mitarbeitende gestalten digitale Entwicklung mit

An der digitalen Weiterentwicklung der SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen waren zahlreiche Berufsgruppen beteiligt. Das Team Digitale Transformation führte gemeinsam mit medizinischen Fachbereichen, Pflege, IT, Management und weiteren Mitarbeitenden neue Anwendungen ein und entwickelte bestehende Abläufe weiter.

Neben der technischen Umsetzung spielten Schulungen, Gespräche und praktische Unterstützung eine wichtige Rolle. Die Mitarbeitenden wurden bei der Einführung neuer Anwendungen begleitet und konnten ihre Erfahrungen in die Weiterentwicklung einbringen.

„Die Fortschritte der vergangenen Jahre sind eine Teamleistung. Viele Kolleginnen und Kollegen haben neue Anwendungen ausprobiert, Rückmeldungen gegeben und Veränderungen aktiv mitgestaltet. Dafür gilt ihnen unser besonderer Dank“, betont Felix Kopp.

Künstliche Intelligenz soll künftig unterstützen

Mit dem überdurchschnittlichen Ergebnis im DigitalRadar ist die digitale Weiterentwicklung der Kliniken nicht abgeschlossen. Auch künftig sollen neue Anwendungen die Versorgung sicherer machen, Mitarbeitende entlasten und die Zusammenarbeit verbessern.

Zum Jahreswechsel steht die Digitalisierung der Intensiv- und Anästhesiedokumentation an. Anschließend sollen erste, sorgfältig geprüfte Anwendungen Künstlicher Intelligenz eingeführt werden.

Zunächst ist der Einsatz zur Unterstützung der radiologischen Befundung sowie zur intelligenten Verwaltung von Terminanfragen vorgesehen.

Felix Kopp unter den „Top 40 unter 40“

Neben dem Ergebnis des DigitalRadar gibt es für die SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen eine weitere Auszeichnung.

Das Branchenportal gesundheitsmarkt.de hat Felix Kopp 2026 in die Liste „Top 40 unter 40 im Gesundheitsmarkt“ aufgenommen. Mit der Auszeichnung werden Führungspersönlichkeiten unter 40 Jahren gewürdigt, die die Gesundheitsbranche aktiv mitgestalten.

Kopp leitet die Digitale Transformation der SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen. Bei seiner Arbeit stehen neben der technischen Entwicklung insbesondere die Menschen und ihre Arbeitsabläufe im Mittelpunkt.

Seinen Ansatz beschreibt er so: „Erfolgreiche Transformation entsteht für mich nicht durch Technologie allein, sondern durch Menschen, die Veränderungen mittragen und gemeinsam eine moderne, zukunftsfähige Gesundheitsversorgung gestalten.“

Die Kliniken sehen in der Auszeichnung zugleich eine Würdigung der Arbeit des gesamten Teams und aller Mitarbeitenden, die an der digitalen Entwicklung beteiligt sind.

Was ist der DigitalRadar?

Der DigitalRadar ist ein bundesweites Reifegradmodell zur Bewertung der Digitalisierung deutscher Krankenhäuser. In der dritten und abschließenden Erhebung wurden die digitalen Fähigkeiten und Prozesse von insgesamt 1.531 Krankenhäusern erfasst und miteinander verglichen.

Die Ergebnisse ermöglichen einen bundesweiten Vergleich des digitalen Entwicklungsstands der teilnehmenden Krankenhäuser und zeigen die Fortschritte der vergangenen Jahre.

Weitere Informationen gibt es unter digitalradar-krankenhaus.de.

(Quelle: SRH Klinikum Sigmaringen)