Betrüger geben sich am Telefon als Polizisten aus und setzen eine Seniorin in Sigmaringendorf unter Druck. Die Frau übergibt Schmuck und weitere Wertgegenstände.
Mit der Geschichte von einem schweren Verkehrsunfall einer Familienangehörigen brachten die Täter die Frau dazu, eine angeblich notwendige Kaution bereitzustellen. Während des Telefonats achteten die Unbekannten darauf, dass das Gespräch mit der Seniorin nicht abbrach.
Am Montagmittag übergab die Frau im Wohngebiet nördlich des örtlichen Bahnhofs schließlich Schmuckstücke und andere Wertgegenstände an die Betrüger. Ein junger Mann im Alter von etwa Anfang 20 Jahren kam mit einem Pkw angefahren und nahm die bereitgestellten Wertsachen entgegen.
Die Täter hielten die Seniorin während des Telefonats kontinuierlich unter Druck. Dabei handelt es sich um eine gängige Vorgehensweise, mit der Betrüger verhindern wollen, dass ihre Opfer Kontakt zu anderen Personen oder Angehörigen aufnehmen.
Erst später rief die Seniorin ihre Angehörigen unter der ihr bekannten Telefonnummer an. Dabei fiel der Betrug auf.
Polizei sucht Zeugen
Das Polizeirevier Sigmaringen und die Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen. Anwohner und weitere Zeugen, denen der unbekannte Abholer möglicherweise durch sein Verhalten aufgefallen ist, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07571/104-0 zu melden.
Die Polizei rät, sich bei entsprechenden Anrufen niemals unter Druck setzen zu lassen und im Zweifelsfall persönlich Kontakt zu Angehörigen oder dem örtlichen Polizeirevier aufzunehmen. Dafür sollten stets bekannte oder öffentlich zugängliche Telefonnummern verwendet werden.
Betroffene müssen keine sofortigen Entscheidungen treffen und sollten im Zweifel auflegen. Im Ernstfall räumen Behörden Zeit ein, um zunächst Kontakt mit Angehörigen aufzunehmen. Auch ein Anruf direkt auf dem Mobiltelefon bietet keinen Schutz vor solchen Betrugsversuchen, da den Tätern auch diese Nummern teilweise bekannt sein können.
Weitere Tipps und Informationen zum Schutz vor Betrugsmaschen gibt es unter www.polizei-beratung.de.
(Quelle: Polizeipräsidium Ravensburg)