Kostenloser Vortrag im Gesundheitszentrum Leistenbruch: Facharzt informiert in Bad Saulgau

Leistenbruch: Facharzt informiert in Bad Saulgau
Dr. Dietmar Huss informiert am 15. Oktober in Bad Saulgau zum Thema „Moderne Therapie des Leistenbruchs. (Bild: Sana Kliniken Landkreis Biberach GmbH)
WOCHENBLATT
WOCHENBLATT

Am 15. Oktober informiert Dr. Dietmar Huss in Bad Saulgau über Ursachen und moderne Behandlungsmöglichkeiten eines Leistenbruchs. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr und ist kostenlos.

Welche Beschwerden können auf einen Leistenbruch hindeuten und wann ist eine Operation notwendig? Diese und weitere Fragen beantwortet Dr. Dietmar Huss am Donnerstag, 15. Oktober 2026, im Casino des Gesundheitszentrums Bad Saulgau. Der Facharzt der chirurgischen Sana MVZ-Praxis erläutert dabei auch, welche modernen Operationsverfahren zur Verfügung stehen und was Patienten vor und nach einem Eingriff beachten sollten.

Im Anschluss an den Vortrag zum Thema „Moderne Therapie des Leistenbruchs“ besteht die Möglichkeit, individuelle Fragen zu stellen und sich persönlich mit dem Referenten auszutauschen.

Was ist ein Leistenbruch und welche Symptome treten auf?

Leistenbrüche gehören zu den häufigsten Formen von Bauchwandbrüchen. Dabei wölben sich durch eine Schwachstelle oder Lücke in der Bauchwand beispielsweise Bauchfell, Fettgewebe oder Darmanteile in den Bereich des Leistenkanals vor. Eine solche Schwachstelle kann bereits angelegt sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln.

Typische Anzeichen sind eine sichtbare oder tastbare Vorwölbung in der Leistengegend sowie ziehende oder brennende Beschwerden, die häufig bei körperlicher Belastung auftreten.

Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen. Nach Angaben des Bundesgesundheitsportals erleiden rund 25 Prozent der Männer und etwa zwei Prozent der Frauen im Laufe ihres Lebens einen Leistenbruch.

In den meisten Fällen ist ein Leistenbruch nicht unmittelbar gefährlich. Werden jedoch Darmanteile eingeklemmt, können schwerwiegende Komplikationen wie ein Darmverschluss oder eine beeinträchtigte Blutversorgung des eingeklemmten Gewebes entstehen.

Wann muss ein Leistenbruch operiert werden?

Ob und wann eine Operation erforderlich ist, hängt unter anderem von der Art und Ausprägung des Leistenbruchs, den Beschwerden sowie individuellen Faktoren des Patienten ab.

Bei Männern mit einem beschwerdearmen Leistenbruch kann in bestimmten Fällen ein kontrolliertes Abwarten infrage kommen. Bei Frauen wird aufgrund des höheren Risikos eines möglicherweise vorliegenden Schenkelbruchs häufiger zu einer operativen Versorgung geraten.

Für die operative Behandlung stehen unterschiedliche offene und minimalinvasive Verfahren zur Verfügung. Bei laparoskopischen Eingriffen erfolgt die Versorgung über kleine Zugänge. Der Bruch wird dabei von innen behandelt und die Schwachstelle in der Bauchwand in der Regel mit einem medizinischen Netz stabilisiert.

Zu den etablierten minimalinvasiven Operationsverfahren gehören unter anderem TAPP und TEP.

„Nicht jeder Leistenbruch ist gleich und nicht für jeden Patienten ist dasselbe Vorgehen sinnvoll“, erklärt Dr. Huss. „Wenn eine Operation erforderlich ist, stehen uns heute verschiedene bewährte Verfahren zur Verfügung. Gerade die minimalinvasive Chirurgie ermöglicht eine schonende Versorgung über kleine Zugänge. Welche Methode im Einzelfall die richtige ist, entscheiden wir individuell und gemeinsam mit dem Patienten.“

Moderne Behandlungsmöglichkeiten im Mittelpunkt

In seinem Vortrag erklärt Dr. Huss, wie ein Leistenbruch entsteht, welche Symptome auftreten können und welche Möglichkeiten der Diagnostik zur Verfügung stehen.

Ein Schwerpunkt liegt auf den unterschiedlichen Operationsverfahren. Dabei geht es unter anderem um die Frage, wann eine offene oder minimalinvasive Versorgung infrage kommt, welche Rolle medizinische Netze spielen und welche Faktoren bei der Wahl des geeigneten Verfahrens berücksichtigt werden müssen.

Anhand anschaulicher Beispiele erläutert der Chirurg zudem, wie die Eingriffe durchgeführt werden und worauf Patienten vor und nach einer Operation achten sollten.

Chirurgische Sana MVZ-Praxis seit Januar in Bad Saulgau

Die chirurgische Sana MVZ-Praxis im Gesundheitszentrum Bad Saulgau ergänzt seit Januar 2026 das ambulante fachärztliche Versorgungsangebot in der Region.

Das Behandlungsspektrum umfasst die Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie die Unfallchirurgie und Orthopädie. Ein Schwerpunkt ist die Hernienchirurgie mit ambulanten operativen Eingriffen.

Für Diagnostik und Behandlung stehen moderne diagnostische und therapeutische Verfahren sowie ein ambulantes Operationszentrum direkt am Standort zur Verfügung. Dadurch können zahlreiche Erkrankungen wohnortnah abgeklärt und behandelt werden.

Seit August verstärkt Dr. Dietmar Huss das Praxisteam. Der Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie war viele Jahre in leitender Funktion am früheren Krankenhaus Bad Saulgau tätig. Als zertifizierter Operateur für minimalinvasive Chirurgie verfügt er über besondere Erfahrung mit modernen Operationsverfahren, die auch bei der Behandlung von Leistenbrüchen eingesetzt werden.

Vortrag in Bad Saulgau: Termin und Veranstaltungsort

Der kostenlose Vortrag „Moderne Therapie des Leistenbruchs“ findet am Donnerstag, 15. Oktober 2026, um 18 Uhr im Casino des Gesundheitszentrums Bad Saulgau, Gänsbühl 1, statt.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit für individuelle Fragen und den persönlichen Austausch mit Dr. Huss.

Weitere Informationen zur chirurgischen Sana MVZ-Praxis in Bad Saulgau sind unter www.sana.de/bc-mvz erhältlich.

(Quelle: Sana Klinikum Landkreis Biberach)