Von Montag, 19. Oktober, bis Freitag, 23. Oktober, gibt es bei SWR1 wieder ordentlich was auf die Ohren, denn dann startet wieder die legendäre SWR1 Hitparade. Los geht es am Montag um 5 Uhr, bis Freitag werden die gewählten Hits dann rund um die Uhr gesendet.
Dabei gehen die von den Hörern gewählten Songs in umgekehrter Reihenfolge an den Start. Am letzten Tag (Freitag) steigt die Spannung, welche Interpreten/Bands es auf die Spitzenränge schaffen. Mittendrin statt nur dabei sind auch Schwoißfuaß und Grachmusikoff. Die beiden Kult-Bands mit Schussenrieder Wurzeln sind als Vertreter der oberschwäbische Musikszene seit langer Zeit bei der größten Hitparade im deutschsprachigen Raum vertreten.
Die Zwillingsbrüder Alexander und Georg Köberlein mischen noch immer mit Schwoißfuaß (Alexander) und Grachmusikoff (Alexander, Georg und Hansi Fink +) die SWR1 Hitparade auf. Im letzten Jahr landete Schwoißfuaß mit „Oinr isch emmr dr Arsch“ auf Rang 18. Das war die beste Platzierung der Band, die 1979 von Alexander Köberlein mitgegründet wurde. Schon 1986 wurde die Band aufgelöst, spielte aber zehn Jahre später nochmals eine Revival-Tour und zogen dabei über 50.000 Besucher an. Schwoißfuaß gilt bis heute als Wegbereiter des „Schwobarocks“.
Grachmusikoff wurde im Sommer 1978 während einer Demonstration gegen eine Jugendhausschließung in Bad Schussenried gegründet. Gründungsmitglieder waren die Zwillingsbrüder Georg und Alexander Köberlein sowie Hansi Fink (+). Die Gruppe nannte sich anfangs Igor, Boris und Nikita Grachmusikoff, später wurde der Bandname auf Grachmusikoff verkürzt. 2017 verabschiedete sich die Band im Tübinger Sudhaus. Die beste Platzierung im letzten Jahr erzielte die Band mit ihrem „Drägglacha Blues“ (398).
Am 11. April 2013 wurde den Gründungsmitgliedern der Band (Alex Köberlein, Georg Köberlein und Hansi Fink), der Ehrenpreis des Kleinkunstpreises Baden-Württemberg verliehen. Das Grachmusikoff Trio sei – so die Jury in ihrer Begründung – zum „fleischgewordenen Monument schwäbischer Volkskultur geworden.
Noch immer haben die beiden Bands mit ihren schwäbischen Song-Texten eine große Fangemeinschaft. Dies erklärt wohl auch die erfolgreichen Platzierungen bei der SWR1 Hitparade. Wir wollten von Alexander Köberlein wissen, wie er sich die Erfolge erklärt: teilte uns gestern dazu mit: „Ich freue mich sehr über die Wertschätzung. Das ist etwas, was ich mir nicht erklären kann und auch nicht will. Das ist einfach der Hammer. Aber glaubt mir, ich nehme emotional nicht daran teil. Ich brauche nichts mehr zu hoffen, muss nichts mehr erwarten. Im Moment habe ich auch als fast 75-Jähriger noch tierisch viel Spaß mit meiner jüngeren Band (Franz Meyer Experience) aus Rottweil.“
Abstimmen leicht gemacht
Noch bis Samstag, 17. Oktober, können die Hörer und Fans der Interpreten/Bands bis 12 Uhr Uhr abstimmen: swr-vote
Einfach in das Suchfeld den gewünschten Interpreten/Band und die Lieblingssongs eingeben. Fünf Songs können gewählt werden.
Für die Musikfans der oberschwäbischen Musikszene heißt es jetzt „ran an den Speck“ um die beiden Kultbands mit Stimmen zu unterstützen.
Spitzenplätze wohl festgenagelt
„Bohemian Rhapsody“ von Queen ist der große Favorit auf den ersten Platz. Wer auf den Plätzen zwei und drei folgt, ist dagegen spannend. Kann der frühere Seriensieger Led Zeppelin mit „Stairway to heaven“ Platz zwei behaupten, oder zieht Disturbed mit „The sound of silence“ vorbei?
Die Spitzenränge werden nach fünf strapaziösen Tagen für die Fans bei der großen SWR1 Final-Party in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer Halle verkündet und gespielt.