Ein achtjähriger Junge soll auf seinem Schulweg in Ostrach von einem unbekannten Mann festgehalten worden sein. Die Polizei ermittelt und sucht dringend Zeugen des Vorfalls.
Ein bislang unbekannter Mann soll am Montag gegen 8 Uhr einen achtjährigen Jungen in der Weiherstraße in Ostrach angesprochen und anschließend festgehalten haben. Der Junge war zu Fuß auf dem Weg zur Schule, als sich der Vorfall ereignet haben soll.
Nach Angaben des Kindes grüßte ihn der Unbekannte zunächst, bevor er ihn festhielt. Der Achtjährige berichtete seinen Eltern später, dass es ihm gelungen sei, sich aus dem Griff zu befreien. Anschließend habe er mit seinem Schulranzen nach dem Mann geschlagen, woraufhin dieser zu Boden gegangen sein soll.
Polizei sucht zwei wichtige Zeugen
Während der Junge davongerannt sein soll, habe ein Passant mit einem Kinderwagen dem Unbekannten wieder aufgeholfen. Ein weiterer Zeuge, der sich auf einer nahegelegenen Baustelle befunden haben soll, habe den Mann zudem verbal aufgefordert, aufzuhören.
Der Unbekannte wird als etwa 40 Jahre alt beschrieben. Nach dem Vorfall soll er mit einem weißen Transporter weggefahren sein.
Die Beamten des Polizeireviers Bad Saulgau wurden erst später über das Geschehen informiert und haben inzwischen Ermittlungen aufgenommen.
Um den genauen Ablauf zu klären, sucht die Polizei insbesondere den Passanten mit dem Kinderwagen und den Zeugen von der Baustelle. Auch weitere Personen, die Hinweise zu dem Vorfall geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07581/482-0 beim Polizeirevier Bad Saulgau zu melden.
Polizei warnt vor ungeprüften Informationen
Im Zusammenhang mit dem Vorfall rät die Polizei zu einem gesunden Maß an Aufmerksamkeit. Bei entsprechenden Verdachtsfällen sollten Bürger unverzüglich die Polizei verständigen, damit mögliche Hintergründe zeitnah aufgeklärt werden können.
Gleichzeitig appellieren die Beamten, ungeprüfte Informationen und gut gemeinte Warnungen nicht unbedacht weiterzuverbreiten. Dadurch könne eine übertriebene Sorge entstehen, die für die polizeilichen Überprüfungen nicht hilfreich sei.
Sollte die Polizei aufgrund ihrer Erkenntnisse eine konkrete Warnung für erforderlich halten, werde sie diese eigenständig über ihre offiziellen Informationskanäle veröffentlichen. Dazu gehört unter anderem der WhatsApp-Kanal des Polizeipräsidiums Ravensburg.
(Quelle: Polizeipräsidiums Ravensburg)