Kommunale Gebäude im Blick Zentrales Energiemanagement entsteht in Sigmaringen

Zentrales Energiemanagement entsteht in Sigmaringen
Ein digitales Touchdisplay ermöglicht die zentrale Erfassung und Überwachung relevanter Verbrauchs- und Gebäudedaten. (Bild: Stadt Sigmaringen)
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Die Stadt Sigmaringen baut ein zentrales Energiemanagement für ihre Liegenschaften auf. Der Großteil der Maßnahmen soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

Verbrauchswerte für Wärme, Wasser, Elektrizität und Gas sollen schrittweise zentral erfasst werden. Hinzu kommt Sensorik, mit der Raumtemperatur und -feuchte in größeren Hallen überwacht werden können. Die eingesetzte Software bündelt die relevanten Informationen und schafft damit eine Datengrundlage für das kommunale Energiemanagement.

Beim Netzwerktreffen der Energiemanager aus dem Raum Oberschwaben am 8. Juli 2026 wurde deutlich, dass die Vorgehensweise der Stadt Sigmaringen auch anderen Kommunen als Beispiel dienen kann.

Verbrauchsdaten werden zentral gespeichert

Die Verbrauchswerte und Berichte werden automatisiert in einer zentralen Datenbank gespeichert und aufbereitet. Der städtische Energiemanager Stefan Schlanke erhält dadurch eine umfassende Grundlage, um die Verbrauchsdaten auszuwerten und geeignete Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz einzuleiten.

Für eine einheitliche Datenerfassung werden digitale Verbrauchszähler und moderne Überwachungssensoren über standardisierte Kommunikationsschnittstellen angebunden. Die Daten laufen lokal in Datenloggern zusammen und werden dort historisiert. Die Zähler der Stadtwerke Sigmaringen GmbH wurden dafür entsprechend nachgerüstet.

Zusätzlich werden weitere Unterzähler installiert. Damit soll der Energie- und Wasserverbrauch einzelner Bereiche differenziert erfasst werden können.

Auffällige Verbräuche schneller erkennen

Ein Vorteil des Systems ist die frühzeitige Erkennung auffälliger Verbrauchsentwicklungen. Erhöhte Verbräuche können beispielsweise durch Rohrbrüche, Fehlfunktionen oder ungünstige Einstellungen entstehen und mit dem System schneller erkannt werden.

Energiemanager Stefan Schlanke und die zuständigen Gebäudeverantwortlichen erhalten entsprechende Hinweise, sodass schnellstmöglich Maßnahmen ergriffen werden können.

Das zentrale Energiemanagement verbessert zudem die Datenbasis für Investitionsentscheidungen, die Optimierung von Betriebskosten und die frühzeitige Erkennung technischer Fehler. Weitere Potenziale werden ebenfalls analysiert, darunter die Integration von Batteriespeichern und die Ermittlung der tatsächlichen Heizlast einzelner Gebäude.

Durch die kontinuierliche Erfassung und Auswertung der Verbrauchsdaten sollen Energieeinsparungen in den kommunalen Liegenschaften erzielt und der Gebäudebetrieb langfristig effizienter gestaltet werden.

Der Bund fördert die Maßnahme mit einem Anteil von 90 Prozent der förderfähigen Kosten. Der Großteil der vorgesehenen Maßnahmen soll bis Ende 2026 abgeschlossen werden. Damit schafft die Stadt die Grundlage für eine systematische und datenbasierte Steuerung des Energieverbrauchs ihrer kommunalen Liegenschaften.

(Quelle: Stadt Sigmaringen)

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