Das Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie am SRH-Klinikum Sigmaringen wird erneut von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie zertifiziert. Jährlich werden dort rund 700 Hernienoperationen durchgeführt.
Das Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie am SRH-Klinikum Sigmaringen hat die erfolgreiche Rezertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) erhalten. Damit erfüllt das Zentrum weiterhin die hohen fachlichen und strukturellen Anforderungen der Fachgesellschaft.
Rund 700 Hernienoperationen pro Jahr
Das Hernienzentrum war bereits 2022 erstmals zertifiziert worden. Am SRH-Klinikum Sigmaringen werden jährlich rund 700 Hernienoperationen durchgeführt. Der Schwerpunkt liegt auf der Diagnostik und Behandlung von Leisten-, Narben-, Nabel- und Bauchwandbrüchen. Die Eingriffe erfolgen in der Regel ambulant.
„Die Rezertifizierung ist eine wichtige Bestätigung unserer täglichen Arbeit und der hohen Qualität unseres Teams“, sagt Chefarzt Dr. Alexandros Kantas, der das Zentrum fachlich leitet. Unterstützt wird er von Oberarzt Dr. Adrian-Cosmin Blidar, der seit 2024 als Koordinator des Hernienzentrums tätig ist, sowie von Physician Assistant Raphael Göggel, der die Dokumentation verantwortet. In der Koordination unterstützt außerdem die Medizinische Fachangestellte Jasmin Schwarz das Team.
Strenge Qualitätskriterien erfüllt
Die Zertifizierung gilt als Nachweis für eine leitliniengerechte Behandlung und wird nur vergeben, wenn umfangreiche Qualitätskriterien erfüllt werden. Dazu gehört auch die Offenlegung der Behandlungsergebnisse im Rahmen der Qualitätssicherungsstudie Herniamed. Das Kompetenzzentrum am SRH-Klinikum Sigmaringen gehört damit weiterhin zu den zertifizierten Hernienzentren in Deutschland.
Nach Angaben des Klinikums werden komplexe Eingriffe von speziell qualifizierten Chirurginnen und Chirurgen durchgeführt, die sich regelmäßig fortbilden und ihre Behandlungsmethoden am aktuellen Stand der Wissenschaft ausrichten. Zudem stehen moderne Diagnoseverfahren zur Verfügung, um Hernien individuell und interdisziplinär zu beurteilen und zu behandeln.
Operation ist meist notwendig
Hernien zählen zu den häufigsten chirurgischen Erkrankungen. Da sich ein Bruch in der Regel nicht von selbst zurückbildet und das Risiko einer Einklemmung von Darmteilen besteht, ist meist eine Operation erforderlich. Für Betroffene bietet das zertifizierte Hernienzentrum eine spezielle Sprechstunde an.
(Quelle: SRH Klinikum Sigmaringen)