Neustart im Schussental Neue Verkehrsgesellschaft übernimmt Stadtbusse ab 2027

Neue Verkehrsgesellschaft übernimmt Stadtbusse ab 2027
Die blauen Busse der VBS sind bereits auf den Straßen unterwegs. Zur Flotte gehören aber auch rote Busse, die vom bisherigen Betreiber übernommen wurden. (Bild: VBS)
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Ab Januar 2027 organisiert die neue Verkehrsgesellschaft VBS den Stadtverkehr in Ravensburg und drei Nachbargemeinden. Für Fahrgäste sind Änderungen geplant.

Zum 1. Januar 2027 übernimmt die Verkehrsbetriebe Schussental GmbH & Co. KG (VBS) den Stadtverkehr in Ravensburg, Weingarten, Baienfurt und Baindt. Die vier Kommunen bündeln damit die Organisation des Busverkehrs in einer gemeinsamen Gesellschaft, um den öffentlichen Nahverkehr langfristig stärker selbst gestalten zu können.

Für die Fahrgäste soll die neue Struktur mehr Verlässlichkeit und eine bessere Abstimmung ermöglichen. Fahrbetrieb, Personal, Baustellenkoordination, Leitstelle und Fahrgastinformation liegen künftig in einer Hand. Dadurch soll die VBS schneller auf Veränderungen reagieren und betriebliche Abläufe besser koordinieren können. Gleichzeitig erhalten die Kommunen mehr Einfluss darauf, wie das Verkehrsangebot an den örtlichen Bedarf angepasst wird.

Neue Buslinien zum Jahreswechsel geplant

Mit dem Betriebsstart am 1. Januar 2027 sind eine neue Linie 2 und eine überarbeitete Linie 5 vorgesehen. In den folgenden Jahren soll das Verkehrsangebot schrittweise weiterentwickelt werden.

Die VBS übernimmt die Organisation der Stadtbuslinien 1 bis 7 in Ravensburg, Weingarten, Baienfurt und Baindt. Für die Linien 20 und 21 ist ab Januar 2027 dagegen der Landkreis Ravensburg zuständig.

Die Gründung der neuen Verkehrsgesellschaft geht auf einen längeren Planungsprozess zurück. Grundlage sind der Verkehrsentwicklungsplan und der spätere Klimamobilitätsplan. Daraus entsteht eine gemeinsame kommunale Struktur, die den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) künftig über die bisherigen Stadt- und Gemeindegrenzen hinweg organisieren soll.

Vier Kommunen bündeln erstmals ihren Stadtverkehr

„Der neue gemeinwirtschaftliche Verkehrsbetrieb im Schussental ist eine einmalige Konstruktion in Baden-Württemberg“, sagt Jenny Jungnitz, Geschäftsführerin der Verkehrsbetriebe Schussental.

Erstmals schließen sich vier Kommunen zusammen, um ihren Stadtverkehr in einem gemeinsamen, gemeinwirtschaftlichen Verkehrsbetrieb zu bündeln. Die VBS vertritt künftig die Interessen der beteiligten Kommunen im Stadtverkehr.

Auch innerhalb des bodo-Verkehrsverbunds gibt es Veränderungen: Ab 2027 übernimmt die VBS die Gesellschafterrolle der bisherigen stadtbus Ravensburg Weingarten GmbH. Diese wird zum 31. Dezember 2026 aufgelöst.

Neue Antriebe und moderne Infrastruktur

Mit der gemeinsamen Verkehrsgesellschaft wollen sich die Kommunen auch auf langfristige Herausforderungen vorbereiten. In den kommenden Jahrzehnten müssen die Busflotten auf saubere und emissionsfreie Antriebe umgestellt und entsprechende Ladeinfrastrukturen aufgebaut werden.

Hinzu kommen die Digitalisierung betrieblicher Abläufe, die Modernisierung der Betriebshöfe und der weitere Ausbau des Verkehrsangebots. Die vier Kommunen wollen diese Aufgaben gemeinsam bewältigen und durch die VBS dauerhaft mehr Gestaltungsspielraum erhalten.

Das Vorhaben wird als Jahrhundertprojekt für den Stadtverkehr im Schussental eingeordnet.

Vorbereitungen für Betreiberwechsel laufen

Bis zum Jahreswechsel bereitet sich die VBS auf den größten Betreiberwechsel im Stadtverkehr seit der Gründung des bodo-Verkehrsverbunds vor.

Dafür hat die Gesellschaft bereits Fahrpersonal eingestellt und neue betriebliche Infrastruktur geschaffen. In Ravensburg entsteht unter anderem ein Modulbau an der Bleicherstraße 28. Zudem wird ein Gebäude an der Charlottenstraße 47 beim Bahnhof für die künftige Nutzung ertüchtigt.

Die Busse des bisherigen Betreibers werden von der VBS übernommen. Damit sollen die Voraussetzungen für den Betriebsstart am 1. Januar 2027 geschaffen werden.

(Quelle: Stadt Ravensburg)

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