Im Rößlerweiher in Schlier gibt es wieder Blaualgen. Das Gesundheitsamt des Landkreises empfiehlt bis auf weiteres nicht in dem beliebten Weiher zu baden.
Die Gemeinde Schlier sowie das Landratsamt Ravensburg teilten auf ihren Kanälen mit: „Diese Maßnahme dient dem Schutz der Gesundheit und Sicherheit aller Badegäste.“ Die letzte Untersuchung habe am 17.08.2026 stattgefunden, dabei habe man die Cyanobakterien in „geringer Ausprägung“ vorgefunden, so das Landratsamt. Wie lange die Empfehlung gilt, stand zunächst nicht fest. Sobald eine uneingeschränkte Nutzung wieder möglich sei, informiere die Gemeinde Schlier über ihre Kanäle darüber.
Bereits am 25. Juni hatte das Gesundheitsamt ein Badeverbot für den Rößlerweiher ausgesprochen, das Mitte Juli aber wieder aufgehoben werden konnte. Grund dafür waren Verunreinigungen im Rößlerweiher.
Was sind Blaualgen?
Genauer betrachtet sind Blaualgen keine Algen, sondern Cyanobakterien. Im Gegensatz zu den im Volksmund bekannten Lebewesen Algen besitzen Cyanobakterien keinen Zellkern. Blaualgen kommen insbesondere im Sommer vor und können schwere Gesundheitsbeschwerden auslösen.
Einige Blaualgen-Arten produzieren Giftstoffe, die sich in den betroffenen Gewässern verteilen können. Etwaige Giftstoffe sind sowohl für Menschen als auch für Tiere eine Gefahr. Besonders gefährdet sind Kleinkinder, Schwangere und Personen mit geschwächtemImmunsystem. Bei einem Kontakt mit den Blaualgen und ihren Giften kann es zu Hautreizungen, Bindehautentzündungen und Ohrenschmerzen kommen. Auch kleinste Tröpfchen des belasteten Wassers können eingeatmet werden und Entzündungen im Rachen und in den oberen Atemwegen verursachen. Wer das betroffene Wasser schluckt, kann mit schweren Magen-Darm-Problemen wie Übelkeit, Durchfall und Erbrechen konfrontiert sein.
Bei hohen Konzentrationen von Blaualgen kann dies sogar zu Leberschädigungen führen. Für Tiere können Blaualgen ebenfalls tödlich sein. Besonders betroffen sind Fische, Vögel und Haustiere. Hunde sollten das betroffene Wasser nicht trinken. Erste Symptome tretenmeistens bereits nach 30 Minuten auf.