Nach zwei Jahren Bauzeit sind die Kreisstraßen zwischen Wilhelmsdorf und Esenhausen offiziell freigegeben. Das rund sieben Millionen Euro teure Projekt umfasst auch einen neuen Radweg.
Mit einer feierlichen Verkehrsfreigabe wurde der Ausbau der Kreisstraßen K 7969 und K 7970 zwischen Wilhelmsdorf und Esenhausen abgeschlossen. Landrat Harald Sievers, Wilhelmsdorfs Bürgermeisterin Sandra Flucht und Esenhausens Ortsvorsteherin Sabrina Trebs begrüßten dazu zahlreiche Gäste.
An der Veranstaltung nahmen neben Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinde auch Grundstückseigentümer, Vertreter des Regierungspräsidiums und des Landes sowie der beauftragten Baufirmen teil. Die Pfarrer Norbert Graf und Magnus Weiger segneten die neue Strecke. Eine Abordnung des Musikvereins Wilhelmsdorf-Esenhausen begleitete die Feier musikalisch.
Neue Brücke, Radweg und barrierefreie Bushaltestellen
Innerhalb von zwei Jahren entstand ein 1,4 Kilometer langer Straßenabschnitt mit einer neuen Brücke über die Rotach. Zusätzlich wurde eine durchgehende Radwegeverbindung zwischen Wilhelmsdorf und Esenhausen geschaffen. Auch barrierefreie Bushaltestellen gehören zu den umgesetzten Maßnahmen.
Im Gewerbegebiet Rotachsäge wurden außerdem ein Regenrückhaltebecken sowie Ver- und Entsorgungsleitungen für das Deutsche Rote Kreuz (DRK), das Feuerwehrhaus und das Ärztehaus errichtet.
Parallel zu den Bauarbeiten wurde auf einer Fläche von rund 88 Hektar ein Flurneuordnungsverfahren mit insgesamt 47 Eigentümerinnen und Eigentümern durchgeführt.
Durch die Neugestaltung sollen sich die Verkehrsverhältnisse in Wilhelmsdorf deutlich verbessern. Insbesondere optimierte Sichtweiten, neue Straßenanschlüsse und bessere Bedingungen für den Begegnungsverkehr sollen die Verkehrssicherheit erhöhen.
Rund sieben Millionen Euro Gesamtkosten
Die Planungen für das Straßenbauprojekt begannen bereits 2018. Bei mehreren Informationsveranstaltungen wurde die Bevölkerung frühzeitig über mögliche Ausbauvarianten, die Flurneuordnung sowie den geplanten Straßen- und Brückenbau informiert und in die Überlegungen einbezogen.
Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund sieben Millionen Euro. Davon entfielen 6,14 Millionen Euro auf den Straßenabschnitt, 540.000 Euro auf die Brücke und weitere 320.000 Euro auf Maßnahmen der Gemeinde im Gewerbegebiet.
Der Landkreis beteiligte sich mit rund 3,38 Millionen Euro an der Finanzierung, die Gemeinde steuerte 505.000 Euro bei. Hinzu kam ein Zuschuss nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) in Höhe von rund 2,79 Millionen Euro.
(Quelle: Landkreis Ravensburg)